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sagen:ehw118

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 ====== Das Zigeunerweib in Lichtena ====== ====== Das Zigeunerweib in Lichtena ======
  
-Nach [[geo:lichtena|Lichtena]] kam einstmals ein [[volk:zigeuner|Zigeunerweib]] zum Betteln. Bei sich hatte sie immer eine schwarze [[typ:Katze]], die lief immer hinter ihr her. Als sie in ein Haus hinein gegangen war und die Katze draußen blieb, kam ein Knabe und jagte die Katze und warf mit Steinen nach ihr. Da kam das [[typ:weib|Weib]] wieder aus dem Haus heraus und sprach zu dem Jungen: “Heinel, kriegst krumme Beinel!“ und lockte die [[typ:Katze]] und ging davon.+    R. Scharnweber & O. Jungrichter: Sagen, Anekdoten und Schnurren aus dem Kreise Luckau, Berlin 1933 
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 +Nach [[geo:Lichtena]] kam einstmals ein [[volk:zigeuner|Zigeunerweib]] zum Betteln. Bei sich hatte sie immer eine schwarze Katze, die lief immer hinter ihr her. Als sie in ein Haus hinein gegangen war und die Katze draußen blieb, kam ein Knabe und jagte die Katze und warf mit Steinen nach ihr. Da kam das Weib wieder aus dem Haus heraus und sprach zu dem Jungen: “Heinel, kriegst krumme Beinel!“ und lockte die Katze und ging davon.
  
-Die Frau des Schenkers hatte das aber gehört, weil sie am Fenster hinter den Vorhängen stand und gemerkt, das die Zigeunerin eine [[typ:hexe|Hexe]] war. Und als das Weib in die [[typ:wirtshaus|Schenke]] kam und bettelte, da nahm sie einen Besen und jagte die Hexe hinaus und warf ihr Salz nach auf den Rücken. Und als das Salz die Zigeunerin traf, schrie sie laut: “Au, wie das brennt!“ und lief davon. +Die Frau des Schenkers hatte das aber gehört, weil sie am Fenster hinter den Vorhängen stand und gemerkt, das die Zigeunerin eine [[wesen:hexe|Hexe]] war. Und als das Weib in die [[lex:schänke|Schenke]] kam und bettelte, da nahm sie einen Besen und jagte die Hexe hinaus und warf ihr Salz nach auf den Rücken. Und als das Salz die Zigeunerin traf, schrie sie laut: “Au, wie das brennt!“ und lief davon. 
  
 Der Junge aber hatte seinen Schaden. Nach ein paar Tagen stolperte er über einen Stein, brach sich das Bein und blieb sein Lebtag ein Krüppel. Der Junge aber hatte seinen Schaden. Nach ein paar Tagen stolperte er über einen Stein, brach sich das Bein und blieb sein Lebtag ein Krüppel.
  
-//Quelle: [[autor:wusch|E.H.Wusch]]: [[buch:sagenmeinerheimatniederlausitz|Sagen meiner Heimat, eine Sammlung mündlich übertragener Sagen der Niederlausitz]]//+//Quelle: [[autor:wusch|E.H.Wusch]]: [[buch:sagenmeinerheimatniederlausitz|Sagen meiner Heimat, eine Sammlung mündlich übertragener Sagen der Lausitz]]//
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sagen/ehw118.1683405459.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)