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sagen:ehw113

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-====== Die unglückliche Wette in Zittau (Wusch)======+====== Die unglückliche Wette in Zittau ======
  
-Beim [[typ:kirchenbau|Bau]] der heiligen Dreifaltigkeitskirche in [[geo:Zittau]] hat unter den [[typ:maurer|Maurern]] ein Lehrling mit seinem Meister um die Wette gearbeitetum zu sehen, wer einen Pfeiler der Kirche eher als der andere vollendet haben werdeBeide haben also zur gleichen Zeit angefangen und sich tapfer dazu gehaltenDarnach aber ist der Lehrling mit seinem Pfeiler eine ziemliche Zeit eher als der Meister fertig gewordenhat also die [[typ:Wette]] vor dem Letzteren gewonnenwas diesen dermaßen geärgert hat, dass er den Lehrling, ehe es dieser sich versehen, meuchlings ermordet hat. +    Johann Georg Theodor GrässeDer Sagenschatz des Königreichs SachsenBand 2S212Zweite verbesserte  
 +    und vermehrte Auflage1874
  
-Zum Lohne dafür ist dem Meister der [[typ:köpfen|Kopf]] mit dem Schwerte vor die Füße gelegt worden. Seit dieser Zeit nun sind an jener Stelle, wo die Tat geschehen, sowohl Messer und Schwert als auch ein Totenkreuz zu sehen bis auf den heutigen Tag. +Beim Bau der heiligen Dreifaltigkeitskirche in [[geo:Zittau]] hat unter den Maurern ein Lehrling mit seinem Meister um die Wette gearbeitet, um zu sehen, wer einen Pfeiler der Kirche eher als der andere vollendet haben werde. Beide haben also zur gleichen Zeit angefangen und sich tapfer dazu gehalten. Darnach aber ist der Lehrling mit seinem Pfeiler eine ziemliche Zeit eher als der Meister fertig geworden, hat also die Wette vor dem Letzteren gewonnen, was diesen dermaßen geärgert hat, dass er den Lehrling, ehe es dieser sich versehen, meuchlings ermordet hat.  
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 +Zum Lohne dafür ist dem Meister der Kopf mit dem Schwerte vor die Füße gelegt worden. Seit dieser Zeit nun sind an jener Stelle, wo die Tat geschehen, sowohl Messer und Schwert als auch ein Totenkreuz zu sehen bis auf den heutigen Tag. 
  
 Man bezeichnet noch heute zwei Pfeiler an der Westseite der Kirche mit nischenartigen Vertiefungen als die sogenannten Wettpfeiler. Man bezeichnet noch heute zwei Pfeiler an der Westseite der Kirche mit nischenartigen Vertiefungen als die sogenannten Wettpfeiler.
        
-Ebenso soll ein etwa 1½ [[lex:elle|Ellen]] langes steinernes [[typ:Kreuz]] von altertümlicher Form mit einem eingemeißelten [[typ:Messer]], das hinter dem ersten Pfeiler links vom Eingange in die Mauer eingefügt ist, das Gedächtnis an jenen Vorgang bewahren.+Ebenso soll ein etwa 1½ [[lex:elle|Ellen]] langes steinernes Kreuz von altertümlicher Form mit einem eingemeißelten Messer, das hinter dem ersten Pfeiler links vom Eingange in die Mauer eingefügt ist, das Gedächtnis an jenen Vorgang bewahren.
  
-//Quelle: [[autor:wusch|E.H.Wusch]]: [[buch:sagenmeinerheimatniederlausitz|Sagen meiner Heimat, eine Sammlung mündlich übertragener Sagen der Niederlausitz]]//+//Quelle: [[autor:wusch|E.H.Wusch]]: [[buch:sagenmeinerheimatniederlausitz|Sagen meiner Heimat, eine Sammlung mündlich übertragener Sagen der Lausitz]]//
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-{{tag>sagen wusch sagenmeinerheimatniederlausitz oberlausitz maurer zittau steinkreuz wette köpfen mord kreuz messer kirchenbau}} +{{tag>sagen wusch sagenmeinerheimatlausitz v2a}} 
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sagen/ehw113.1683627275.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)