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sagen:ehw112

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-====== Messer, Schwert und Kreuz an der Dreifaltigkeitskirche in Zittau (Wusch) ======+[[sagen:ehw111| <<< zurück ]] |  
 +**[[capitel:ehw-4|Kapitel 4: Sagen der Lausitz – Kreuze]]** |  
 +[[sagen:ehw113| weiter >>> ]]
  
-Beim [[typ:kirchenbau|Baue]] der heiligen Dreifaltigkeitskirche zu [[geo:Zittau]] hat unter den Maurern ein Lehrling mit seinem Meister um die [[typ:Wette]] gearbeitet, um zu sehen, wer einen Pfeiler der [[typ:Kirche]] eher als der andere vollendet haben werde. Beide haben also zu gleicher Zeit angefangen und sich tapfer dazu gehalten. Darnach aber ist der Lehrling mit seinem Pfeiler eine ziemliche Zeit eher als der Meister fertig geworden, hat also die Wette vor dem letzteren gewonnen, was diesen dermaßen geärgert hat, daß er den Lehrling, ehe dieser es sich versehen, meuchlings [[typ:mord|ermordet]] hat. Zum [[typ:lohn|Lohne]] dafür ist dem Maurermeister der Kopf mit dem [[typ:schwert|Schwerte]] vor die Füße gelegt worden.+====== Messer, Schwert und Kreuz an der Dreifaltigkeitskirche in Zittau ======
  
-Seit dieser Zeit nun sind an jener Stellewo die That geschehensowohl [[typ:Messer]] und [[typ:Schwert]] als ein [[typ:kreuz|Todtenkreuz]] zu sehen bis auf den heutigen Tag. Auch zeigt man noch die beiden „Wettepfeiler“.+    Karl HauptSagenbuch der LausitzLeipzig, Verlag von Wilhelm Engelmann,1862
  
-//AnmerkungenDie Lausitz ist überaus reich an soichen steinernen Mord- oder TodtenkreuzenAn viele knüpfen sich SagenDr. Bösigk (Mittheilungen des fgl. sächl., Vereins für Erforschung und Erhaltung vaterländischer Alterthümer. Heft 10. S. 31 Flg.) bemerft mit Rechtdaß die Lausitz sich dadurch vor den Nachbarländern auszeichne, was nicht von größerer Moralitätsondern von nach haltigerer Pietät Zeugniß ablege. Die Zahl dieser Kreuze war aber früher viel größer. So sind z.B. vor dem Frauenthore in Görlitz vier solche Denkmale, von denen die Chroniken erzählen, nicht mehr aufzufinden.//+Beim Baue der heiligen Dreifaltigkeitskirche zu [[geo:Zittau]] hat unter den Maurern ein Lehrling mit seinem Meister um die Wette gearbeitet, um zu sehen, wer einen Pfeiler der Kirche eher als der andere vollendet haben werdeBeide haben also zu gleicher Zeit angefangen und sich tapfer dazu gehaltenDarnach aber ist der Lehrling mit seinem Pfeiler eine ziemliche Zeit eher als der Meister fertig gewordenhat also die Wette vor dem letzteren gewonnen, was diesen dermaßen geärgert hatdaß er den Lehrling, ehe dieser es sich versehen, meuchlings ermordet hatZum Lohne dafür ist dem Maurermeister der Kopf mit dem Schwerte vor die Füße gelegt worden.
  
-//Quelle: [[autor:wusch|E.H.Wusch]]: [[buch:sagenmeinerheimatniederlausitz|Sagen meiner Heimat, eine Sammlung mündlich übertragener Sagen der Niederlausitz]]//+Seit dieser Zeit nun sind an jener Stelle, wo die That geschehen, sowohl Messer und Schwert als ein [[ding:suehnekreuz|Todtenkreuz]] zu sehen bis auf den heutigen Tag. Auch zeigt man noch die beiden „Wettepfeiler“. 
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 +//Quelle: [[autor:wusch|E.H.Wusch]]: [[buch:sagenmeinerheimatniederlausitz|Sagen meiner Heimat, eine Sammlung mündlich übertragener Sagen der Lausitz]]//
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sagen/ehw112.1683578039.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)