sagen:ehw105
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| ====== Das Feldkreuz bei Radibor ====== | ====== Das Feldkreuz bei Radibor ====== | ||
| - | R. Scharnweber & O. Jungrichter: Sagen, Anekdoten und Schnurren aus dem Kreise Luckau, Berlin 1933 | + | Mitten auf einem Feld bei [[geo:Radibor]] erinnerte ein Feldkreuz an einen Knecht, der infolge einer unsinnigen Wette sein Leben verloren hatte. |
| - | Mitten auf einem Feld bei [[geo:Radibor]] erinnerte ein [[typ: | + | An jenem Tage war das Gesinde von Radibor |
| - | An jenem Tage war das Gesinde von [[geo: | + | Die Wette wurde angenommen. Gespannt umstanden nun alle den Großsprecher und verfolgten, teils mit Ekel, teils mit Gelächter, das widerliche Schauspiel. Aber das Lachen sollte ihnen bald vergehen, denn der Bursche brach zusammen |
| - | Die [[typ: | + | Einen späteren Besitzer des Feldes, |
| - | Einen späteren Besitzer des Feldes, den Bauern Waurik, ärgerte das Steinmal, da es mitten auf dem [[typ: | + | In der folgenden Nacht konnten weder der Bauer noch sein Gesinde Ruhe finden. Es polterte und krachte im ganzen Haus. Als sich der Spuk fortan täglich wiederholte, |
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| - | In der folgenden Nacht konnten weder der Bauer noch sein Gesinde Ruhe finden. Es polterte und krachte im ganzen Haus. Als sich der Spuk fortan täglich wiederholte, | + | |
| Der Pfarrer, der ein verständiger Mann war, fragte den Hofherrn, ob er irgendein großes Unrecht begangen habe. Dieser verneinte und beteuerte, er habe niemand bestohlen, niemand ums Leben gebracht und auch niemand hintergangen. | Der Pfarrer, der ein verständiger Mann war, fragte den Hofherrn, ob er irgendein großes Unrecht begangen habe. Dieser verneinte und beteuerte, er habe niemand bestohlen, niemand ums Leben gebracht und auch niemand hintergangen. | ||
| - | Doch der Geistliche drang immer weiter in ihn, bis sich Waurik an das [[typ:Kreuz]] erinnerte. Mit Nachdruck tadelte ihn der Pfarrer wegen dieser Handlung und sagte: "Wenn dir das [[typ:Kreuz]] im Weg war, hättest du es wenigstens an Ort und Stelle vergraben können. Es aber fortzubringen, | + | Doch der Geistliche drang immer weiter in ihn, bis sich Waurik an das Kreuz erinnerte. Mit Nachdruck tadelte ihn der Pfarrer wegen dieser Handlung und sagte: "Wenn dir das Kreuz im Weg war, hättest du es wenigstens an Ort und Stelle vergraben können. Es aber fortzubringen, |
| - | Der Bauer befolgte unverzüglich die Worte des Pfarrers. Er stellte das Kreuz eigenhändig an Ort und Stelle wieder auf, sprach ein Gebet für den Unglücklichen und bat ihn um Verzeihung für die unbedachte Tat. | + | Der Bauer befolgte unverzüglich die Worte des Pfarrers. Er stellte das Kreuz eigenhändig an Ort und Stelle wieder auf, sprach ein Gebet für den Unglücklichen und bat ihn um Verzeihung für die unbedachte Tat. Von da an verrichteten Waurik und sein Gesinde, wenn sie auf dem Acker zu tun hatten, ein kurzes Gebet für den Verstorbenen, |
| - | Von da an verrichteten Waurik und sein Gesinde, wenn sie auf dem Acker zu tun hatten, ein kurzes Gebet für den Verstorbenen, | + | |
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| - | * //Kumpf, Elisabeth - Jungferngrube und Teufelsschmiede, | ||
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sagen/ehw105.1684912863.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
