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sagen:ehw091

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-====== Das Kreuz am Elstraer Wege (Wusch) ======+====== Das Kreuz am Elstraer Wege ====== 
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 +    Heinrich Gottlob Gräve, Volkssagen und volksthümliche Denkmale der Lausitz, 1839, S.162-163
  
 Geht man in [[geo:Kamenz]] zum budissiner Thore hinaus den nächsten, nach [[geo:Elstra]] führenden Weg, so erblickt man linker Hand ein, unfern des Elstraflusses stehendes Kreuz, worauf eine Armbrust eingehauen ist, über deren Deutung sich mehrere Sagen verbreiten. Geht man in [[geo:Kamenz]] zum budissiner Thore hinaus den nächsten, nach [[geo:Elstra]] führenden Weg, so erblickt man linker Hand ein, unfern des Elstraflusses stehendes Kreuz, worauf eine Armbrust eingehauen ist, über deren Deutung sich mehrere Sagen verbreiten.
  
-Manche halten es für einen Denkstein an dem im Jahre 1730 daselbst wegen Vergiftung seiner Ehefrau [[typ:ertraenken|gesäckten]]((Säcken, Hinrichtungsart durch ertränken in einem Sack, wurde sehr viel bei Kindesmörderinnen angewendet.)) [[typ:Gärtner]] Hanns Georg Müller aus Wiesa, Andere hingegen geben es für ein Malzeichen der wegen [[typ:kindesmord|Kindermordes]] am 20. August 1755 daselbst [[typ:ertränken|gesäckten]] Katharina Lorenz aus Beerenbruch.+Manche halten es für einen Denkstein an dem im Jahre 1730 daselbst wegen Vergiftung seiner Ehefrau gesäckten((Säcken, Hinrichtungsart durch ertränken in einem Sack, wurde sehr viel bei Kindesmörderinnen angewendet.)) Gärtner Hanns Georg Müller aus Wiesa, Andere hingegen geben es für ein Malzeichen der wegen Kindermordes am 20. August 1755 daselbst gesäckten Katharina Lorenz aus Beerenbruch.
  
 Allein keines davon ist richtig, denn wozu wäre eine Armbrust darauf eingehauen worden? Allein keines davon ist richtig, denn wozu wäre eine Armbrust darauf eingehauen worden?
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 Mehrere Wahrscheinlichkeit hat wohl die folgende Sage für sich. Wie nämlich vor 1658, ehe das gegenwärtige Schießhaus erbaut worden, an gedachten Orte da, wo sich der Stein befindet, mit Armbrüsten die Schieß-Vergnügungen gehalten worden sind und aus Fahrlässigkeit ein Schütze - Jahreszahl und Name des Unglücklichen ist unbekannt - sey erschossen und dieser Denkstein daselbst errichtet worden. Mehrere Wahrscheinlichkeit hat wohl die folgende Sage für sich. Wie nämlich vor 1658, ehe das gegenwärtige Schießhaus erbaut worden, an gedachten Orte da, wo sich der Stein befindet, mit Armbrüsten die Schieß-Vergnügungen gehalten worden sind und aus Fahrlässigkeit ein Schütze - Jahreszahl und Name des Unglücklichen ist unbekannt - sey erschossen und dieser Denkstein daselbst errichtet worden.
  
-//Quelle: [[autor:wusch|E.H.Wusch]]: [[buch:sagenmeinerheimatniederlausitz|Sagen meiner Heimat, eine Sammlung mündlich übertragener Sagen der Niederlausitz]]//+//Quelle: [[autor:wusch|E.H.Wusch]]: [[buch:sagenmeinerheimatniederlausitz|Sagen meiner Heimat, eine Sammlung mündlich übertragener Sagen der Lausitz]]//
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sagen/ehw091.1684995459.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)