sagen:ehw063
Unterschiede
Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.
| Beide Seiten der vorigen RevisionVorhergehende ÜberarbeitungNächste Überarbeitung | Vorhergehende Überarbeitung | ||
| sagen:ehw063 [2023/05/09 11:47] – ewusch | sagen:ehw063 [2025/01/30 17:49] (aktuell) – Externe Bearbeitung 127.0.0.1 | ||
|---|---|---|---|
| Zeile 5: | Zeile 5: | ||
| ===== Der goldhungrige Knecht vom Fuchs- oder Ludgenberg zu Friedland ===== | ===== Der goldhungrige Knecht vom Fuchs- oder Ludgenberg zu Friedland ===== | ||
| - | Einstmals lag in einer schönen warmen Maiennacht ein Knecht unter einem Busch schlafend am Ludgenberg. Um Mitternacht erwachte er von einem Scharwerksgeräusch, | + | Einstmals lag in einer schönen warmen Maiennacht ein Knecht unter einem Busch schlafend am Ludgenberg. Um Mitternacht erwachte er von einem Scharwerksgeräusch, |
| - | Nach Mitternacht, | + | Nach Mitternacht, |
| - | In der folgenden Nacht wiederholte er seinen Raubzug. Dies blieb von den Ludgen jedoch nicht unbemerkt. Sie beobachteten den Knecht und stellten ihm schließlich eine Falle. Der Knecht stürzte und meinte gestolpert zu sein. Er raffte sich auf und eilte nach Hause. Am folgenden Tag schwoll das Bein dick an, so daß der Knecht im [[typ:Bett]] in seiner Kammer bleiben mußte. In der Nacht schlich sich ein Ludgen zum Knecht und bestrich seine linke Seite mit einem Erlenzweig. Der Knecht wand sich in Schmerzen und – [[typ: | + | In der folgenden Nacht wiederholte er seinen Raubzug. Dies blieb von den Ludgen jedoch nicht unbemerkt. Sie beobachteten den Knecht und stellten ihm schließlich eine Falle. Der Knecht stürzte und meinte gestolpert zu sein. Er raffte sich auf und eilte nach Hause. Am folgenden Tag schwoll das Bein dick an, so daß der Knecht im Bett in seiner Kammer bleiben mußte. In der Nacht schlich sich ein Ludgen zum Knecht und bestrich seine linke Seite mit einem Erlenzweig. Der Knecht wand sich in Schmerzen und – starb. |
| Am folgenden Morgen fand man den toten Knecht mit blutroten Streifen an seiner linken Körperhälfte. „Das sind die Ludgen gewesen“, sagte ein fast hundertjähriger Schäfer. | Am folgenden Morgen fand man den toten Knecht mit blutroten Streifen an seiner linken Körperhälfte. „Das sind die Ludgen gewesen“, sagte ein fast hundertjähriger Schäfer. | ||
| - | Ja, ja der Goldhunger! Als der Bauer die Kammer des Knechtes ausräumte, fand er den ganzen Bettkasten voller | + | Ja, ja der Goldhunger! Als der Bauer die Kammer des Knechtes ausräumte, fand er den ganzen Bettkasten voller Gold. Der Bauer war zu einem reichen Mann geworden, die Ludgen aber waren verschwunden. |
| - | //Quelle: [[autor: | + | //Quelle: [[autor: |
| ---- | ---- | ||
| - | {{tag> | + | {{tag> |
sagen/ehw063.1683625639.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
