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sagen:ehw027

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 +====== Sagen um Waldow ======
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 +    R. Scharnweber & O. Jungrichter: Sagen, Anekdoten und Schnurren aus dem Kreise Luckau, Berlin 1933
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 +Wer vom Dorfe über die Brücke über den Kobel-(Kowel)graben nach der neuen Schanze zu geht, dem begegnet um Mitternacht ein [[wesen:schwarzerhund|schwarzer Hund]], der den Wanderer ein Stück Weges begleitet.
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 +Da wo heute die Tagelöhnerhäuser stehen, zeigten sich früher die Hellrippen, Männer aus Totengebein.
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 +Am Dittchenberge auf dem Ackerstücke, das man Kapelle nennt, zeigen sich die Dittchen oder [[wesen:luttchen|Lüttchen]]. Das sind kleine Leute. In der Zeit von zwölf bis zwei im Sommer darf man dort auf den Ackerstücken nicht einschlafen. Sonst tun einem die Dittchen ein Leid an.
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 +Von der Kapelle ging in alten Zeiten ein unterirdischer Gang bis zur Burg Utzen bei [[geo:golssen|Golßen]]. Im Schloße zu [[geo:waldowbrand|Waldow]] erschien mittags ein junges hübsches Mädchen, daß dann nach dem Kuhstall ging und den Mägden zurief: “Rotes Band und Spitzenschuh, das bringt euch nach der Hölle zu“. Dann verschwand es wieder.
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 +Hinter Denschels Garten zeigte sich lange Zeit ein [[wesen:irrlicht|Irrlicht]]. Man sagte, daß da ein verlorener Mensch nach seiner Seele sucht.
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 +Viele Leute erzählten in früherer Zeit, daß über den Pfarrgarten ein [[wesen:drache|Drache]] geflogen sei, der einen glühenden Schweif gehabt habe.
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 +Auf dem Grenzwege zwischen Waldow und [[geo:Rietzneuendorf]] liegt ein [[volk:zigeuner|Zigeunerweib]] begraben. Wer um Mitternacht dort vorbei kommt, sieht Lichter um die Stelle tanzen.
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 +//Quelle: [[autor:wusch|E.H.Wusch]]: [[buch:sagenmeinerheimatniederlausitz|Sagen meiner Heimat, eine Sammlung mündlich übertragener Sagen der Lausitz]]//
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 +{{tag>sagen wusch sagenmeinerheimatlausitz v2a}}
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