sagen:dsbb0961
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| - | Als er daheim das Reisigbündel abwarf, so begann er zu seiner Frau zu sprechen, der er von dem Ast und der [[typ:Schlange]] schon erst erzählt hatte: ich habe den Ast wieder nicht, denn die Schlange hatte ihn umringelt! – Indem so that die Frau einen lauten Schrei, und aus dem Reissigbündel glitt die Schlange heraus, und schlüpfte in das Haus und schloß Freundschaft mit der [[typ:Katze]] und spielte mit ihr. Da meinten die beiden Alten, es möge wohl etwan ein Mensch wegen einer Unthat in die Schlange verzaubert sein und duldeten sie und gaben ihr Nahrung. Und die Schlange war nicht so undankbar wie jene im Märchen, die ihren Wirthen heimlich | + | Als er daheim das Reisigbündel abwarf, so begann er zu seiner Frau zu sprechen, der er von dem Ast und der Schlange schon erst erzählt hatte: ich habe den Ast wieder nicht, denn die Schlange hatte ihn umringelt! – Indem so that die Frau einen lauten Schrei, und aus dem Reissigbündel glitt die Schlange heraus, und schlüpfte in das Haus und schloß Freundschaft mit der Katze und spielte mit ihr. Da meinten die beiden Alten, es möge wohl etwan ein Mensch wegen einer Unthat in die Schlange verzaubert sein und duldeten sie und gaben ihr Nahrung. Und die Schlange war nicht so undankbar wie jene im Märchen, die ihren Wirthen heimlich Gift in die Suppe spiee, sondern sie brachte eitel Glück und Segen in das kleine Haus; die Arbeit lohnte sich und nährte besser, der Erlös an Waldbeeren, welche die Alte sammelte, wurde ergiebiger und alles was die beiden Leute begannen, das mißrieth ihnen nicht, und so lebten sie mit der Schlange in stetem gutem Frieden, und wurden so alt wie Philemon und Baucis und starben auch mit einander nach ihrem beiderseitigen Wunsche zu gleicher Zeit. Und als sie gestorben waren, wurde die Schlange von keinem Auge mehr gesehen. |
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