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sagen:dsbb0891

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 ====== Notburga ====== ====== Notburga ======
  
-Der vorstehenden Sage nahe verwandt ist die von der heiligen Notburga, der im Dörfchen [[geo:hochhausenneckar|Hochhausen]] eine Kapelle errichtet ward. Notburga war des [[vip:dagoberti|Frankenkönigs Dagobert]] Tochter, der schirmte sein Reich gegen die [[volk:sorben|Wenden]] und hatte Lager geschlagen auf dem Hornberg, andere sagen bei [[geo:Mosbach]]. Da kam der Heidenführer Samo, und warb um der Christenjungfrau Hand, und gelobte, wenn er sie erhielt, sein Volk zurückzuführen. Da nun in des Heiden Begehren gewilligt ward, weigerte sich dennoch Notburga hartnäckig, die Seine zu werden, und als man sie auf das Heftigste bedräuete, entwich sie und barg sich in eine Höhle am jenseitigen Ufer des [[region:Neckar]]. Eine Hirschkuh folgte ihr und ernährte sie, aber der Koch ihres Vaters folgte der [[typ:hindin|Hinde]], und fand Notburga's Zufluchtsort, und zeigte ihn ihrem Vater an. Dieser kam nun selbst und wollte mit Gewalt seine Tochter am Arme aus der Grotte ziehen, da blieb ihr Arm in seiner Hand, und entsetzt entwich Dagobert. Zu Notburga kam eine Schlange, die trug in ihrem Mund ein Heilkraut, das heilte Notburga's Wunde alsobald, und Dagobert zog von hinnen. Zu der heiligen Einsiedlerin aber wallte das Volk in Schaaren, und sie lehrte ihm den Acker- und Weinbau, und des Friedens sanfte Künste. Endlich starb Notburga, von der ganzen Gegend als Heilige verehrt, und vor ihrem Tode ordnete sie an, daß ihr Leichnam auf einen mit Stieren bespannten Wagen möge in das Feld geführt werden, wie auch Sankt Sebaldus gethan und die heilige Stilla, und wo die+Der vorstehenden Sage nahe verwandt ist die von der heiligen Notburga, der im Dörfchen [[geo:hochhausenneckar|Hochhausen]] eine Kapelle errichtet ward. Notburga war des [[vip:dagoberti|Frankenkönigs Dagobert]] Tochter, der schirmte sein Reich gegen die [[volk:sorben|Wenden]] und hatte Lager geschlagen auf dem Hornberg, andere sagen bei [[geo:Mosbach]]. Da kam der Heidenführer Samo, und warb um der Christenjungfrau Hand, und gelobte, wenn er sie erhielt, sein Volk zurückzuführen. Da nun in des Heiden Begehren gewilligt ward, weigerte sich dennoch Notburga hartnäckig, die Seine zu werden, und als man sie auf das Heftigste bedräuete, entwich sie und barg sich in eine Höhle am jenseitigen Ufer des [[region:Neckar]]. Eine Hirschkuh folgte ihr und ernährte sie, aber der Koch ihres Vaters folgte der Hinde, und fand Notburga's Zufluchtsort, und zeigte ihn ihrem Vater an. Dieser kam nun selbst und wollte mit Gewalt seine Tochter am Arme aus der Grotte ziehen, da blieb ihr Arm in seiner Hand, und entsetzt entwich Dagobert. Zu Notburga kam eine Schlange, die trug in ihrem Mund ein Heilkraut, das heilte Notburga's Wunde alsobald, und Dagobert zog von hinnen. Zu der heiligen Einsiedlerin aber wallte das Volk in Schaaren, und sie lehrte ihm den Acker- und Weinbau, und des Friedens sanfte Künste. Endlich starb Notburga, von der ganzen Gegend als Heilige verehrt, und vor ihrem Tode ordnete sie an, daß ihr Leichnam auf einen mit Stieren bespannten Wagen möge in das Feld geführt werden, wie auch Sankt Sebaldus gethan und die heilige Stilla, und wo die
  
 Ochsen mit dem Leichenwagen stille stünden, da solle man sie begraben. Solches geschah, und ward an die Stätte das Kirchlein zu Hochhausen erbaut, und Notburga's Steinbild in der Grotte aufgestellt, das hält in der rechten Hand die Schlange mit dem Heilkraut, der linke Arm fehlt, das Haupt schmückt eine Krone. Ochsen mit dem Leichenwagen stille stünden, da solle man sie begraben. Solches geschah, und ward an die Stätte das Kirchlein zu Hochhausen erbaut, und Notburga's Steinbild in der Grotte aufgestellt, das hält in der rechten Hand die Schlange mit dem Heilkraut, der linke Arm fehlt, das Haupt schmückt eine Krone.
sagen/dsbb0891.1709488471.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)