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sagen:dsbb0466

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 Ein anderes Mal fuhr der Landgraf auch in Kaufmannsangelegenheiten, da man Kaufleute gefangen hielt, die seine Untertanen waren, mit Heeresmacht bis nach Polen und eroberte und zerstörte dort das Schloß Lebus.  Ein anderes Mal fuhr der Landgraf auch in Kaufmannsangelegenheiten, da man Kaufleute gefangen hielt, die seine Untertanen waren, mit Heeresmacht bis nach Polen und eroberte und zerstörte dort das Schloß Lebus. 
  
-Da Landgraf Ludwigs Schwester Agnes sich dem Herzog von Österreich vermählte, brachte dieser seinem Schwager als eine Seltenheit einen großen lebendigen [[typ:loewe|Löwen]] mit, der ward im [[burg:wartburg|Wartburghofe]] verwahrt gehalten, wie jetzt der [[typ:fuchs|Fuchs]]. Da geschah es eines frühen Morgens, daß der Landgraf leicht bekleidet und ganz ohne Waffen hinab in den Hof ging, etwa zu beten oder der Morgenfrische zu genießen. Da stand plötzlich der schreckliche Löwe frei und ledig vor ihm da, denn aus Versehen des Wärters war die Käfigtüre nicht gut verschlossen, und der Löwe hatte sich herausbegeben, auch etwas frischer Luft zu genießen. +Da Landgraf Ludwigs Schwester Agnes sich dem Herzog von Österreich vermählte, brachte dieser seinem Schwager als eine Seltenheit einen großen lebendigen Löwen mit, der ward im [[burg:wartburg|Wartburghofe]] verwahrt gehalten, wie jetzt der Fuchs. Da geschah es eines frühen Morgens, daß der Landgraf leicht bekleidet und ganz ohne Waffen hinab in den Hof ging, etwa zu beten oder der Morgenfrische zu genießen. Da stand plötzlich der schreckliche Löwe frei und ledig vor ihm da, denn aus Versehen des Wärters war die Käfigtüre nicht gut verschlossen, und der Löwe hatte sich herausbegeben, auch etwas frischer Luft zu genießen. 
  
 Da nun die beiden Herren, der König der Tiere und der Landgraf von Thüringen, einander gegenüberstanden und sich ansahen, zeigte der Landgraf seinen rechten Mannesmut, er schrie den Löwen hart an, indem er ihm dräuend die geballte Faust entgegenwarf, darob erschrak der Löwe und legte sich auf die Erde und schlug mit dem Schweife. Das Geschrei des Herrn aber ward gehört und ward Lärm, und der Wärter, den der Löwe kannte, brachte das gewaltige Tier wieder in seinen Käfig zurück.  Da nun die beiden Herren, der König der Tiere und der Landgraf von Thüringen, einander gegenüberstanden und sich ansahen, zeigte der Landgraf seinen rechten Mannesmut, er schrie den Löwen hart an, indem er ihm dräuend die geballte Faust entgegenwarf, darob erschrak der Löwe und legte sich auf die Erde und schlug mit dem Schweife. Das Geschrei des Herrn aber ward gehört und ward Lärm, und der Wärter, den der Löwe kannte, brachte das gewaltige Tier wieder in seinen Käfig zurück. 
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 //Quellen:// //Quellen://
   * //[[autor:bechstein|Ludwig Bechstein]]: [[buch:deutsches_sagenbuch_ludwig_bechstein|Deutsches Sagenbuch]]. Meersburg und Leipzig 1930 S. 324-325//   * //[[autor:bechstein|Ludwig Bechstein]]: [[buch:deutsches_sagenbuch_ludwig_bechstein|Deutsches Sagenbuch]]. Meersburg und Leipzig 1930 S. 324-325//
-  * //[[http://www.zeno.org/nid/20004539176|www.zeno.org]]// 
  
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sagen/dsbb0466.1696508700.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)