sagen:dsbb0420
Unterschiede
Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.
| Nächste Überarbeitung | Vorhergehende Überarbeitung | ||
| sagen:dsbb0420 [2024/02/28 21:30] – angelegt ewusch | sagen:dsbb0420 [2025/01/30 17:48] (aktuell) – Externe Bearbeitung 127.0.0.1 | ||
|---|---|---|---|
| Zeile 5: | Zeile 5: | ||
| ====== Der immerlebende Rabe ====== | ====== Der immerlebende Rabe ====== | ||
| - | Zu Merseburg im Schloßhof wird ein Rabe lebend erhalten als immerwährender Sagenzeuge. Es lebte daselbst ein Bischof, Thilo von Trotha geheißen, ein heftiger und jähzorniger Herr, der hielt im Hause zum Vergnügen einen zahmen Raben. Der Rabe tat, was er nicht lassen konnte, er stahl wie ein Rabe, so stahl er auch einen kostbaren, hoch wertgehaltenen Ring seines Herrn, des Bischofs, und trug den Ring in sein Nest, das er auf einem hohen Turme des Merseburger Schlosses hatte. Der Bischof aber vermeinte nicht anders, als der Ring sei ihm gestohlen und sein alter Kammerknecht sei der Dieb, und ließ diesen Diener peinlich befragen und ihm durch die Folter das Geständnis der Schuld entreißen, und ließ ihn zum Richtplatz führen. Mit zum Himmel erhobenen Händen beteuerte der Greis seine Unschuld – doch sein Haupt fiel unter dem Henkerschwerte. Da geschah es nach einer Zeit, daß ein Sturm des Raben Nest vom Turme warf, darin fand sich mancherlei güldenes und silbernes Kleinod und auch des Bischofs Ring, um den der fromme Kämmerling unschuldig war gerichtet worden. Das traf des strengen Bischofs hartes Herz wie ein Blitzstrahl, | + | Zu [[geo:Merseburg]] im Schloßhof wird ein Rabe lebend erhalten als immerwährender Sagenzeuge. Es lebte daselbst ein Bischof, |
| // | // | ||
| Zeile 11: | Zeile 11: | ||
| ---- | ---- | ||
| - | {{tag> | + | {{tag> |
sagen/dsbb0420.1709152244.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
