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sagen:dsbb0394

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 In der Höhle liegt ein großer Balken über dem unterirdischen Wasser, dahinter sitzt der Teufel neben Gold- und Silberhaufen. Wollen Leute davon haben, müssen sie zu dritt kommen und losen, wer ihm verfallen soll. Zwei gehen dann frei aus und dürfen des Mammons nehmen, so viel sie tragen können. Den dritten, den das Unglückslos trifft, zerreißt der Teufel in Stücken. Zum öftern kamen ein paar Fremde, die waren Venetianer und konnten schwarze Kunst und verlockten Leute, mit ihnen in das Loch zu gehen, denen spielten sie mit List das Todes- und Teufelslos zu, so daß sie stets leer und doch schätzebeladen ausgingen. Und da beredeten sie wieder einen Mann namens Schlosser aus Osterhagen, dem boten sie vieles Gold; er war sehr arm und hatte acht Kinder, aber er fürchtete sich. Doch hatte dieser Mann eine kluge Frau, die redete ihm zu, er solle nur getrost mitgehen. Sie wolle schon dafür tun, daß er wiederkomme. Und da nähte sie ihm braunen [[ding:Dost]] in die Jacke und hieß ihn in Gottes Namen zu gehen. Das Zauberkraut schützte ihn, das Los traf nicht ihn, wie schlau es auch die Venetianer anfingen, sondern einen von den beiden; mit reichem Gut kehrte er aus der Höhle zurück, zog nach Andreasberg und baute sich dort ein schönes Haus. Was er aber in der Höhle Schreckliches gesehen, wie der Teufel den einen Venetianer lebendig zerrissen, das hat er all sein Lebtage nicht vergessen können. In der Höhle liegt ein großer Balken über dem unterirdischen Wasser, dahinter sitzt der Teufel neben Gold- und Silberhaufen. Wollen Leute davon haben, müssen sie zu dritt kommen und losen, wer ihm verfallen soll. Zwei gehen dann frei aus und dürfen des Mammons nehmen, so viel sie tragen können. Den dritten, den das Unglückslos trifft, zerreißt der Teufel in Stücken. Zum öftern kamen ein paar Fremde, die waren Venetianer und konnten schwarze Kunst und verlockten Leute, mit ihnen in das Loch zu gehen, denen spielten sie mit List das Todes- und Teufelslos zu, so daß sie stets leer und doch schätzebeladen ausgingen. Und da beredeten sie wieder einen Mann namens Schlosser aus Osterhagen, dem boten sie vieles Gold; er war sehr arm und hatte acht Kinder, aber er fürchtete sich. Doch hatte dieser Mann eine kluge Frau, die redete ihm zu, er solle nur getrost mitgehen. Sie wolle schon dafür tun, daß er wiederkomme. Und da nähte sie ihm braunen [[ding:Dost]] in die Jacke und hieß ihn in Gottes Namen zu gehen. Das Zauberkraut schützte ihn, das Los traf nicht ihn, wie schlau es auch die Venetianer anfingen, sondern einen von den beiden; mit reichem Gut kehrte er aus der Höhle zurück, zog nach Andreasberg und baute sich dort ein schönes Haus. Was er aber in der Höhle Schreckliches gesehen, wie der Teufel den einen Venetianer lebendig zerrissen, das hat er all sein Lebtage nicht vergessen können.
  
-//Quellen:// +//Quelle: [[autor:bechstein|Ludwig Bechstein]]: [[buch:deutsches_sagenbuch_ludwig_bechstein|Deutsches Sagenbuch]]. Meersburg und Leipzig 1930, S. 274-275//
-  * //[[autor:bechstein|Ludwig Bechstein]]: [[buch:deutsches_sagenbuch_ludwig_bechstein|Deutsches Sagenbuch]]. Meersburg und Leipzig 1930, S. 274-275// +
-  * //[[http://www.zeno.org/nid/20004538455|zeno.org]]// +
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sagen/dsbb0394.1709149415.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)