Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


sagen:dsbb0319

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.

Link zu dieser Vergleichsansicht

Nächste Überarbeitung
Vorhergehende Überarbeitung
sagen:dsbb0319 [2023/10/12 16:27] – angelegt ewuschsagen:dsbb0319 [2025/01/30 17:48] (aktuell) – Externe Bearbeitung 127.0.0.1
Zeile 5: Zeile 5:
 ====== Hünenblut ====== ====== Hünenblut ======
  
-Nicht weit vom Hackel, zwischen [[geo:Egeln]] und [[geo:Westeregeln]] (Kreis Magdeburg), steht ein Wassertümpel, der ist beständig rot. Das soll noch aus der Zeit der [[typ:riese|Hünen]] herrühren, von deren ungeheuerlicher Größe des Volkes Phantasie sich die kühnsten Bilder schuf. Zwei Hünen bekämpften und verfolgten einander; der eine fliehende schritt über die [[region:Elbe]], wie ein Kind über einen Graben schreitet, und so war er mit wenigen Schritten in der Gegend von Egeln. Da hob er den einen Fuß nicht hoch genug auf, stieß sich damit an der Turmspitze der alten Burg, stolperte und fiel mit der Nase gerade auf einen Feldstein bei Westeregeln, und zwar mit so großer Heftigkeit, daß er das Nasenbein brach und eine große Lache Blutes ihm entströmte. Das ist das Hünenblut. Andere sagen, ein Hüne, der bei Westeregeln gewohnt, sei zum Spaß oft über das Dorf hinüber- und herübergesprungen und habe sich endlich bei einem Sprunge an der Turmspitze die Zehe aufgeritzt. Da sei aus der kleinen Wunde im großen Bogen das [[typ:Blut]] niedergeflossen und habe jene noch immer rote Lache gebildet, die man noch heute das Hünenblut nennt.+Nicht weit vom Hackel, zwischen [[geo:Egeln]] und [[geo:Westeregeln]] (Kreis Magdeburg), steht ein Wassertümpel, der ist beständig rot. Das soll noch aus der Zeit der [[wesen:riese|Hünen]] herrühren, von deren ungeheuerlicher Größe des Volkes Phantasie sich die kühnsten Bilder schuf. Zwei Hünen bekämpften und verfolgten einander; der eine fliehende schritt über die [[region:Elbe]], wie ein Kind über einen Graben schreitet, und so war er mit wenigen Schritten in der Gegend von Egeln. Da hob er den einen Fuß nicht hoch genug auf, stieß sich damit an der Turmspitze der alten Burg, stolperte und fiel mit der Nase gerade auf einen Feldstein bei Westeregeln, und zwar mit so großer Heftigkeit, daß er das Nasenbein brach und eine große Lache Blutes ihm entströmte. Das ist das Hünenblut. Andere sagen, ein Hüne, der bei Westeregeln gewohnt, sei zum Spaß oft über das Dorf hinüber- und herübergesprungen und habe sich endlich bei einem Sprunge an der Turmspitze die Zehe aufgeritzt. Da sei aus der kleinen Wunde im großen Bogen das Blut niedergeflossen und habe jene noch immer rote Lache gebildet, die man noch heute das Hünenblut nennt.
  
 //Quellen:// //Quellen://
   * //[[autor:bechstein|Ludwig Bechstein]]: [[buch:deutsches_sagenbuch_ludwig_bechstein|Deutsches Sagenbuch]]. Meersburg und Leipzig 1930, S. 231-232//   * //[[autor:bechstein|Ludwig Bechstein]]: [[buch:deutsches_sagenbuch_ludwig_bechstein|Deutsches Sagenbuch]]. Meersburg und Leipzig 1930, S. 231-232//
-  * //[[http://www.zeno.org/nid/2000453770X|zeno.org]]// 
  
 ---- ----
-{{tag>sagen bechstein deutschessagenbuch}}+{{tag>sagen bechstein deutschessagenbuch v2a}}
sagen/dsbb0319.1697120871.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)