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sagen:dsbb0126

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 Und da Karolus nun verstorben war, da ward er beigesetzt im rechten Sinn, in eine neue wohlverwahrte Gruft, auf einem Stuhl von Marbelstein aufrechtsitzend, auf seinem Haupt die Krone und in der einen Hand den Szepter, in der andern das Evangeliumbuch, und ward dann über ihm die Gruft geschlossen und vermauert. Das geschahe gleich am zweiten Tage nach dem Tode des großen Herrschers, und kam nach wenigen Wochen [[vip:ludwigderfromme|Ludwig der Fromme]], sein Sohn, und übernahm das Erbe des Reiches.  Und da Karolus nun verstorben war, da ward er beigesetzt im rechten Sinn, in eine neue wohlverwahrte Gruft, auf einem Stuhl von Marbelstein aufrechtsitzend, auf seinem Haupt die Krone und in der einen Hand den Szepter, in der andern das Evangeliumbuch, und ward dann über ihm die Gruft geschlossen und vermauert. Das geschahe gleich am zweiten Tage nach dem Tode des großen Herrschers, und kam nach wenigen Wochen [[vip:ludwigderfromme|Ludwig der Fromme]], sein Sohn, und übernahm das Erbe des Reiches. 
  
-Der sahe seinen Vater nicht mehr, und kein Mensch sah ihn mehr, bis man das Jahr Eintausend schrieb. Da trug des Reiches Krone [[vip:ottoiii|Kaiser Otto III.]] vom Sachsenstamme, dem gelüstete zu einer Zeit, den Leichnam Karl des Großen zu schauen, ging zum Grabe dar, geleitet von zwei Bischöfen und einem Grafen, und ließ eine Öffnung in die Gruft brechen. +Der sahe seinen Vater nicht mehr, und kein Mensch sah ihn mehr, bis man das Jahr Eintausend schrieb. Da trug des Reiches Krone [[vip:ottoiiihrr|Kaiser Otto III.]] vom Sachsenstamme, dem gelüstete zu einer Zeit, den Leichnam Karl des Großen zu schauen, ging zum Grabe dar, geleitet von zwei Bischöfen und einem Grafen, und ließ eine Öffnung in die Gruft brechen. 
  
 Da saß der nun seit fast zwei Jahrhunderten beigesetzte Kaiser noch hoch und hehr, wie ein steinern Heldenbild, auf seinem Marbelstuhl, die Krone noch auf dem Haupte, das Szepter in der behandschuhten Hand und das Buch auf den Knien, schier dräuend und schrecklich. Alle beugten sich ehrfurchtvoll vor dem großen Toten und befanden, daß die Nägel fortgewachsen waren durch die Handschuhe hindurch, und daß die Fäule nur erst die Nase ergriffen.  Da saß der nun seit fast zwei Jahrhunderten beigesetzte Kaiser noch hoch und hehr, wie ein steinern Heldenbild, auf seinem Marbelstuhl, die Krone noch auf dem Haupte, das Szepter in der behandschuhten Hand und das Buch auf den Knien, schier dräuend und schrecklich. Alle beugten sich ehrfurchtvoll vor dem großen Toten und befanden, daß die Nägel fortgewachsen waren durch die Handschuhe hindurch, und daß die Fäule nur erst die Nase ergriffen. 
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 //Quelle: Ludwig Bechstein: Deutsches Sagenbuch. Meersburg und Leipzig 1930, S. 102-103// //Quelle: Ludwig Bechstein: Deutsches Sagenbuch. Meersburg und Leipzig 1930, S. 102-103//
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sagen/dsbb0126.1711400490.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)