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sagen:dsbb0114

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 Nimmer konnte der Dom vollendet werden, aber auch jene Wasserleitung brach die mächtige Hand der Zeit. Das Volk nennt ihre Trümmer die Teufelskralle. Zum Überfluß und als Siegeszeichen warf der Teufel einen Stein durch das Dach im Chor über der Heiligen-Dreikönigs-Kapelle, davon ein drei bis vier Fuß weites Loch blieb. Späterer Aufschrift zufolge soll es der Wind gewesen sein, der den Stein herabwarf; der Stein aber lag oder liegt noch auf dem Pflaster bei der Kapelle, die Leute nennen ihn den [[ding:Teufelsstein]], man sieht auf ihm eine Marke wie eine Hahnenkralle, die von der Teufelskralle eingebrannt ward.  Nimmer konnte der Dom vollendet werden, aber auch jene Wasserleitung brach die mächtige Hand der Zeit. Das Volk nennt ihre Trümmer die Teufelskralle. Zum Überfluß und als Siegeszeichen warf der Teufel einen Stein durch das Dach im Chor über der Heiligen-Dreikönigs-Kapelle, davon ein drei bis vier Fuß weites Loch blieb. Späterer Aufschrift zufolge soll es der Wind gewesen sein, der den Stein herabwarf; der Stein aber lag oder liegt noch auf dem Pflaster bei der Kapelle, die Leute nennen ihn den [[ding:Teufelsstein]], man sieht auf ihm eine Marke wie eine Hahnenkralle, die von der Teufelskralle eingebrannt ward. 
  
-Da die Leiber der heiligen drei Könige gen Köln kamen, welche der [[vip:reinoldvondassel|Erzbischof Reinold II., ein Graf von Dassel]], vom [[vip:friedrichbarbarossa|Kaiser Friedrich Barbarossa]] für Köln erbat, da dieser [[geo:Mailand]], allwo diese heiligen Leiber früher aufbewahrt wurden, hatte schleifen lassen, trug ein Kameel die werte Last, und es neigete sich, die Reste der Weisen zu ehren, ein Turm gegen sie und blieb in geneigter Stellung. Das Tor am [[region:Rhein]], durch das sie gebracht wurden, ward alsbald vermauert, damit es nie wieder entweiht werde. +Da die Leiber der heiligen drei Könige gen Köln kamen, welche der [[vip:rainaldvondassel|Erzbischof Reinold II., ein Graf von Dassel]], vom [[vip:friedrichbarbarossa|Kaiser Friedrich Barbarossa]] für Köln erbat, da dieser [[geo:Mailand]], allwo diese heiligen Leiber früher aufbewahrt wurden, hatte schleifen lassen, trug ein Kameel die werte Last, und es neigete sich, die Reste der Weisen zu ehren, ein Turm gegen sie und blieb in geneigter Stellung. Das Tor am [[region:Rhein]], durch das sie gebracht wurden, ward alsbald vermauert, damit es nie wieder entweiht werde. 
  
-Zahllose Wunder erzählt man von diesen Heiligen, deren drei Kronen die Stadt in ihrem Wappen führt. Einst kam aus Ungarland, wo wegen zu großer anhaltender Dürre merkliche Hungersnot entstanden war, eine Menge Volkes nach Köln und wollte die heiligen drei Könige um Regen anflehen. Kaum war das erste Gebet erklungen, als der Himmel sich trübte und heftiger Regen niederströmte zum Gnadenzeichen, und es hat dann im Ungarlande im Überfluß geregnet. Zum Danke dafür sind aller sieben Jahre Abgesandte aus Ungarn gen Köln gefahren, haben die heiligen drei Könige verehrt und ihre Kapelle und Priester begabt, und der Magistrat hat sie vierzehn Tage gespeist und getränkt und geherbergt.+Zahllose Wunder erzählt man von diesen Heiligen, deren drei Kronen die Stadt in ihrem Wappen führt. Einst kam aus [[land:ungarn|Ungarland]], wo wegen zu großer anhaltender Dürre merkliche Hungersnot entstanden war, eine Menge Volkes nach Köln und wollte die heiligen drei Könige um Regen anflehen. Kaum war das erste Gebet erklungen, als der Himmel sich trübte und heftiger Regen niederströmte zum Gnadenzeichen, und es hat dann im Ungarlande im Überfluß geregnet. Zum Danke dafür sind aller sieben Jahre Abgesandte aus Ungarn gen Köln gefahren, haben die heiligen drei Könige verehrt und ihre Kapelle und Priester begabt, und der Magistrat hat sie vierzehn Tage gespeist und getränkt und geherbergt.
  
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sagen/dsbb0114.1721376318.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)