sagen:dsbb0083
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| - | [[sagen: | + | ====== Vom Ursprung des Moselweins ====== |
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| - | ====== Die heilige Genofeva ====== | + | Es ist eine alte Sage, daß der herrliche Moselwein aus dem deutschen Franken stamme. Merowig, der Westfranken König, habe zwölftausend Bewohner des Mosellandes in das morgenländische Franken geführt und aus letzterem zwölftausend Einwohner in das Moselland versetzt. Diese östlichen Franken waren gute Wingersleute, |
| - | Zu Pfalzel, sonst Pfälzel, (kleine Pfalz) an der Mosel, steht ein gethürmtes Haus, das Genofevenhaus geheißen, da lebte zu Erzbischof Hildulfs in Trier Zeiten ein Pfalzgraf Siegfried, der hatte eine treue und fromme Gemahlin, eines Herzogs Tochter | + | Die Mosel entspringt im Vogesengebirge im deutschen Sundgau |
| - | Und so thaten die Knechte, und ließen die arme Genofeva mit ihrem Kinde trostlos und weinend und betend in öder Wildniß zurück. Das Kind nannte Genofeva Schmerzenreich, | + | Wie vom Frankenwein bis auf den heutigen Tag der Spruch geht und gilt: Frankenwein, Krankenwein, also daß selbst Kranken derselbe heilsam sei, so von seinem Sohne, dem Moselwein, dem Erben seines Ruhmes |
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| - | Da geschah es, daß der Pfalzgraf Siegfried einmal in dieser Gegend des Waldes jagte, und da trieben die Hunde die Hirschkuh auf, welche mit ihrer Milch Genofeva und ihren Knaben ernähren half. Jäger und Hunde folgten | + | |
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| - | Nun wollte Siegfried seine Gemahlin auf sein Schloß führen und aller Ehren theilhaft werden lassen, allein sie willigte nicht ein, sondern sprach: hier an diesem Ort hat die heilige Jungfrau mich beschirmt und behütet, die wilden Thiere unsichtbar abgewehrt, durch die Hinde mein Kind erhalten, dieser Ort soll meine Stätte bleiben, und der Königin aller Engel geweiht werden. Dem willfahrte der Pfalzgraf Siegfried, sandte zu Hildulf, dem Bischof, und ließ durch ihn die Stätte weihen, und ordnete auf Genefeva’s Bitten den Bau einer Kirche an. Die Pfalzgräfin wohnte nun unter besserm Dach, allein sie konnte keine künstliche Speise mehr vertragen, sondern nur die gewohnte Waldkost und lebte nach dem Wiederfinden nur noch wenige Tage; sie starb froh und selig, und ruhte in der neu erbauten Waldkapelle zu Unser Frauen Kirchen, ohnweit Mayen, und es sind allda manche Wunder geschehen, und ist die Geschichte von der frommen Genofeva durch alle Lande gegangen. Aber nicht allein in Pfalzel sondern auch in Mayen, das im Maifelde liegt, wird ein Genofeventhurm gezeigt, und die Frauenkirche alldort soll die rechte sein. Bisweilen soll man noch Genofeva hinter dem Hochaltar sitzen und spinnen sehen. | + | |
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