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sagen:die_woerplschpaelre_bei_gehren

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-====== Die Wörplschpälre bei Gehren ====== 
  
-Vor vielen hundert Jahren haben einmal, wo die „alten Dörpere“ bei Gehren sind, an 
-einem Sonntag Vormittag vor der Kirchzeit drei Männer gewürfelt und einen großen, 
-flachen Stein, der da im Felde lag, als Tisch benutzt.  
- 
-Sie gerieten in Streit, in dessen 
-Verlaufe der eine von ihnen durch die beiden anderen niedergestochen wurde. Dann 
-setzten diese ihr Spiel fort. Auch als die Glocken zu läuten anfingen ging es weiter 
-unter großem Lästern und Fluchen. 
- 
-Während der Kirche kam ein großes Gewitter auf mit Blitz und Donner. Aber ohne 
-Regen. Auch das vermochte sie nicht zum Aufhören zu bringen. Sie spielten und 
-fluchten weiter. Als dann die Glocken zum Segen anschlugen, rief der eine, er 
-möchte mal Gottessohns Bimmelbammel sehen. Hören könne man die Dinger immer 
-zu. Da richtete sich der Totgeglaubte auf und schrie um dieses gottlose Wort um 
-Vergeltung für seine Widersacher. 
- 
-Und da fuhr ein Blitz hernieder und versteinerte die beiden Würfelspieler und den 
-Arm, der gerade auf dem Tisch lag und den Becher hielt. Der Verwundete aber 
-wurde nicht getroffen, ward wieder heil und lebte noch lange gesund im Dorfe.  
- 
-Er 
-erzählte allen die Geschichte, rührte aber keinen Würfel mehr an. Und die Steine 
-lagen noch viele Jahre als ein Merkzeichen,bis nach dem großen Brande die Kirche 
-gebaut wurde. Da holte man sie auch zum Grundmachen ab. 
- 
-//Quelle: E.H.Wusch: Sagen meiner Heimat, eine Sammlung mündlich übertragener Sagen der Niederlausitz// 
-{{tag>sagen gehren niederlausitz spuk}} 
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