sagen:die_wiesenjungfrau
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| - | ====== Die Wiesenjungfrau ====== | ||
| - | Mündlich, aus Hessen. | ||
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| - | Ein Bube von [[geo: | ||
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| - | Weil indessen sein Vater bloß die eine Wiese hatte, mußte er die Kühe immer wieder zu derselben Weide treiben, er mochte wollen oder nicht. Es währte lange Zeit, und der Junge hatte die Erscheinung bald vergessen, da raschelte etwas in den Blättern an einem schwülen Sommertag und er sah eine kleine Schlange kriechen, die trug eine blaue Blume in ihrem Mund und fing plötzlich zu sprechen an: „hör, guter Jung, du könntest mich erlösen, wenn du diese Blume nähmest, die ich trage, und die ein Schlüssel ist zu meinem Kämmerlein droben im Schloß, da würdest du Gelds die Fülle finden.“ | ||
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| - | Aber der [[typ: | ||
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| - | Da hohlte die Jungfrau einen tiefen Seufzer und sprach: „weh, daß ich mein Vertrauen auf dich gesetzt habe; nun muß ich neuerdings harren und warten, bis auf der Wiese ein Kirschenbaum wachsen und aus des Kirschenbaums Holz eine Wiege gemacht seyn wird. Nur das Kind, das in der Wiege zuerst gewiegt werden wird, kann mich dereinst erlösen.“ | ||
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| - | Darauf verschwand sie und der Bub, heißt es, sey nicht gar alt geworden; woran er gestorben, weiß man nicht. | ||
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| - | //Quelle: Brüder Grimm, Deutsche Sagen, Band 1, S. 305–307, 1816// | ||
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sagen/die_wiesenjungfrau.1585309029.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
