sagen:die_weisse_dame
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| - | ====== Die weiße Dame ====== | ||
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| - | Auf dem eine halbe Meile von [[geo: | ||
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| - | Sein unrecht erworbenes Gut häufte er in den geräumigen [[typ: | ||
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| - | Einsam trauernd saß in ihrem Gemach Gertrude, sein holdes Gespons, entweder mit weiblichen Arbeiten beschäftiget oder betend für ihres Gemahls Wohl. Schüchtern und scheu wagte sie es oft unter Liebkosungen und sanften begütigenden Worten ihn von seinem Leben abzumahnen, allein wildanschnaubend wurde sie von ihm zurückgestoßen; | ||
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| - | So vergingen Tage und Jahre und je dringender und herzlicher ihre Bitten wurden, desto wilder und toller ward er, gleichsam ihr zum [[typ: | ||
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| - | Einst – es traf just das Dreifaltigkeitsfest – hatte er seine saubern Gesellen zum rauschenden, | ||
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| - | Da fiel sie auf ihre Kniee, bat und beschwor ihn, in sich zu gehen, sich doch einmal zu bessern, und malte ihm Hölle und Himmel vor. Alles vergebens, vielmehr nur ärger fuhr er fort zu toben und zu rasen, und da sie ihm zärtlich um den Hals fiel und unter unablässigen Bitten liebevoll Mund und Stirn ihm küßte, donnerte er ihr ein rauhes: Fort! entgegen, entriß sich gewaltsam und schleuderte sie – als sie ihm nacheilte – mit Riesenstärke zurück, daß sie rückwärts die Treppe hinabstürzte, | ||
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| - | Ausgeduldet hatte die Arme, da durch den Sturz von der Treppe sie den [[typ: | ||
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| - | Wohlthätig und gütig wie im Leben übt auch der Verklärten Geist noch Gutes; denn in der Nacht des Dreifaltigkeitstages entsteigt er im hellen Lichtgewande seiner Schlummerstätte mit einem Palmenzweige in der linken und einen Lilienstängel in der rechten Hand. Wer sie erblickt, sieht in ihr einen [[typ: | ||
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| - | //Quelle: Heinrich Gottlob Gräve, Volkssagen und volksthümliche Denkmale der Lausitz, S. 139-142, Erscheinungsdatum: | ||
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sagen/die_weisse_dame.1624006421.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
