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sagen:die_wechselbaelge

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-====== Die Wechselbälge ====== 
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-Erblickt man menschliche Geschöpfe mit großen, dicken Köpfen, unangenehmen Gesichtszügen, Kröpfen, krummen Säbelbeinen, verschränkten Armen und mit einem hohen Grade Stumpfsinn begabt, so nennt man dergleichen Erscheinungen [[typ:wechselbalg|Wechselbälge]]. 
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-Folgendes ist ihre Entstehung: 
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-Liegt ein neugebornes, noch ungetauftes Kind in der Wiege; so kommt nicht selten der [[typ:Teufel]] und stiehlt es und legt ein anderes, mit einer [[typ:Hexe]] in der [[zeit:Walpurgisnacht]] von ihm erzeugtes Kind, an dessen Stelle. Dieses Kind wird nun von seinen vermeintlichen Aeltern erzogen, behält aber seine teuflische Natur, stiftet viel Unheil, lebt jedoch zum Glück nicht lange.  
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-Nach seinem Tode wildert es auf der Welt herum und treibt allerhand Unfug, hält sich in Viehställen auf, wo es den Kühen die Milch aussaugt, Pferde lähmt, Schaafe drehkrank macht – wogegen des seligen M. Masius Mittel gegen die Drehkrankheit des Wollenviehs nichts fruchten – Hühnern das Eierlegen hindert, Kühen statt Milch, Blut geben läßt etc. Fromme [[typ:Mönch]]e verstanden es unschädlich zu machen und jetzt vermag nur ein getödtetes weißes Wiesel, (weil die Wechselbälge die [[typ:Kobold]]e scheuen), das man in Ställen aufhängt, ihren böslichen Muthwillen abzuwenden. 
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-//Quelle: Heinrich Gottlob Gräve: Volkssagen und volksthümliche Denkmale der Lausitz. Reichel, Bautzen 1839, Seite 138;  [[https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Volkssagen_und_volksthuemliche_Denkmale_der_Lausitz_138.jpg&oldid=-|Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource (Version vom 1.8.2018)]]// 
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-{{tag>sagen gräve volkssagenundvolksthumlausitz oberlausitz wechselbalg aberglaube teufel hexe walpurgisnacht}} 
sagen/die_wechselbaelge.1663756241.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)