sagen:die_thurmpflegerstochter_zu_pirna
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| - | ====== Die Thurmpflegerstochter zu Pirna ====== | ||
| - | Mündlich. | ||
| - | Poetisch beh. bei Ziehnert, Bd. I. S. 251. sq. | ||
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| - | Im Jahre 1532 ist zu [[geo: | ||
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| - | Es hat der Thürmer zu [[geo: | ||
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| - | Der strenge Vater ist zwar endlich dahinter gekommen, allein er hat der Tochter nicht glauben machen können, daß der Ungar sie nicht wahrhaft liebe und ehelichen wolle, und als er endlich vor Kummer über seine ungerathene Tochter gestorben, da ist, weil die Mutter die reichen Geschenke des Ungarn gar gerne gesehen, das Mägdlein ganz umgarnt worden, hat sich dem Verführer hingegeben und wie sein ehelich Weib mit ihm gelebt. | ||
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| - | Als sie aber jener satt bekommen, da ist er plötzlich bei Nacht und Nebel verschwunden und das Mädchen hat aus Noth bald allen ihren Flitterstaat verkaufen müssen; weil sie aber an Nichtsthun und Wohlleben gewöhnt gewesen, auch einmal von allen ihren Bekannten verachtet worden, hat sie sich wieder nach Andern umgesehen und aus ihrer schönen Gestalt möglichst viel Nutzen zu ziehen gesucht. Weil sie aber innerlich sich doch gehärmt, ist ihre Schönheit vergangen und darum sind auch der Liebhaber immer weniger geworden, also daß sie oft in Noth gekommen. | ||
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| - | Da ist eines Abends ihr alter Freier zurückgekehrt, | ||
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| - | Das Mädchen hat alsobald das [[typ: | ||
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| - | Aber sie hat sich der schönen Sachen nicht lange freuen können, denn plötzlich ist ihr übel geworden und sie umgefallen, und nach wenigen Stunden ist die [[typ: | ||
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| - | Weil aber die Sache ausgekommen und man gemeinet, daß sie die ganze Stadt noch nachholen werde, hat man sie alsbald wieder ausgegraben und ihr das Haupt mit dem Grabscheit abstoßen lassen. | ||
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| - | //Quelle: Johann Georg Theodor Grässe: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen. Band 1. Schönfeld, Dresden 1874; [[https:// | ||
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