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sagen:die_steinprobe

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-====== Die Steinprobe ======+====== Die Steinprobe - I.Sage ======
  
-In der Stubnitz, nicht weit vom Herthasee, findet man einen Stein, in welchem man deutlich die Spuren eines bloßen Fußes und eines ganz kleinen Kinderfußes abgedrückt sieht. Davon erzählt man sich folgendes :+In der [[region:Stubnitz]], nicht weit vom Herthasee, findet man einen Stein, in welchem man deutlich die Spuren eines bloßen Fußes und eines ganz kleinen Kinderfußes abgedrückt sieht. Davon erzählt man sich folgendes :
  
 Zur Zeit. als noch der Dienst der [[gott:hertha|Göttin Hertha]] auf der [[region:ruegen|Insel]] bestand, war unter den Jungfrauen, die der Göttin zu ihrem Dienste geweiht waren, ein junges und sehr schönes Mädchen. Diese, obgleich sie der Göttin ewige Jungfrauschaft hatte geloben müssen, hatte eine Liebschaft mit einem fremden jungen Ritter, mit dem sie allnächtlich heimliche Zusammenkünfte an den Ufern des heiligen Sees hielt. Zur Zeit. als noch der Dienst der [[gott:hertha|Göttin Hertha]] auf der [[region:ruegen|Insel]] bestand, war unter den Jungfrauen, die der Göttin zu ihrem Dienste geweiht waren, ein junges und sehr schönes Mädchen. Diese, obgleich sie der Göttin ewige Jungfrauschaft hatte geloben müssen, hatte eine Liebschaft mit einem fremden jungen Ritter, mit dem sie allnächtlich heimliche Zusammenkünfte an den Ufern des heiligen Sees hielt.
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-//Quelle: Temme Volkssagen Nr. 276.// +//Quelle: [[autor:Temme]] [[buch:temmepommern|Volkssagen]] Nr. 276.// 
  
-II. 
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-Auf dem Opferstein bei der Herthaburg sieht man die Eindrücke von einem gewöhnlichen Menschenfuße, einem Kinderfuße und einem Hasenfuße. Damit verhält es sich folgendermaßen: 
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-Einst sollte hier ein Jungfrau geopfert werden, welche in dem Verdachte stand, mit dem [[wesen:teufel|Schwarzen]] Umgang gepflogen zu haben. Sie aber beteuerte ihre Unschuld, und die Priester verlangten ein Zeichen, daß sie rein vor Gott sei und mit dem Bösen nichts zu tun habe. Da erschien ein fremdes Kind, das war ein Engel; und zugleich zeigte sich ein Hase, das war der Böse. Und das Kind nahm die Jungfrau bei der Hand und ging mit ihr über den Stein, der Hase aber folgte ihnen nach. Von allen dreien sind die Eindrücke ihrer Füße auf dem Stein zurückgeblieben, und daran hat man die Unschuld des Mädchens erkannt. 
- 
-//Quelle: Sundine 1837 S.388// 
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sagen/die_steinprobe.1747128419.txt.gz · Zuletzt geändert: von ewusch