sagen:die_steinprobe
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| - | ====== Die Steinprobe ====== | + | ====== Die Steinprobe |
| - | In der Stubnitz, nicht weit vom Herthasee, findet man einen Stein, in welchem man deutlich die Spuren eines bloßen Fußes und eines ganz kleinen Kinderfußes abgedrückt sieht. Davon erzählt man sich folgendes : | + | In der [[region:Stubnitz]], nicht weit vom Herthasee, findet man einen Stein, in welchem man deutlich die Spuren eines bloßen Fußes und eines ganz kleinen Kinderfußes abgedrückt sieht. Davon erzählt man sich folgendes : |
| - | Zur Zeit. als noch der Dienst der [[gott:nerthus|Göttin Hertha]] auf der [[region: | + | Zur Zeit. als noch der Dienst der [[gott:hertha|Göttin Hertha]] auf der [[region: |
| Sie hatte aber ihre Liebe nicht so geheim halten können, daß nicht dem Oberpriester der Göttin Kunde davon geworden wäre. Diesem wurde es hinterbracht, | Sie hatte aber ihre Liebe nicht so geheim halten können, daß nicht dem Oberpriester der Göttin Kunde davon geworden wäre. Diesem wurde es hinterbracht, | ||
| - | Der Priester stellte alle Jungfrauen zur Rede; aber keine bekannte, auch die schuldige nicht. Da rief er die Göttin an, daß sie ihm die schuldige durch ein Wunder entdecken möge. Er führte nun sämtliche Jungfrauen in den Wald zu einem großen | + | Der Priester stellte alle Jungfrauen zur Rede; aber keine bekannte, auch die schuldige nicht. Da rief er die Göttin an, daß sie ihm die schuldige durch ein Wunder entdecken möge. Er führte nun sämtliche Jungfrauen in den Wald zu einem großen |
| - | Der Priester soll die Sünderin oben von der Stubbenkammer haben in das Meer stürzen lassen; aber ein [[typ:engel|Engel]] hat sie, wie die Leute sagen, in seine Arme genommen und sanft heruntergetragen. Unten hat ihr Geliebter schon auf sie gewartet und sie in seinem Schiffe mit sich genommen in seine ferne Heimat. | + | Der Priester soll die Sünderin oben von der Stubbenkammer haben in das Meer stürzen lassen; aber ein [[wesen:Engel]] hat sie, wie die Leute sagen, in seine Arme genommen und sanft heruntergetragen. Unten hat ihr Geliebter schon auf sie gewartet und sie in seinem Schiffe mit sich genommen in seine ferne Heimat. |
| - | <note tip>Die Sage ist poetisch behandelt von Enoch Wiesener (nicht von Kosegarten, wie gewöhnlich angegeben wird). Vgl. Sundine 1829 S 140ff</ | ||
| - | // | + | //Quelle: [[autor:Temme]] [[buch:temmepommern|Volkssagen]] Nr. 276.// |
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| - | Auf dem Opferstein bei der Herthaburg sieht man die Eindrücke von einem gewöhnlichen Menschenfuße, | + | |
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| - | Einst sollte hier ein [[typ:jungfrau|Jungfrau]] geopfert werden, welche in dem Verdachte stand, mit dem [[typ:teufel|Schwarzen]] Umgang gepflogen zu haben. Sie aber beteuerte ihre Unschuld, und die Priester verlangten ein Zeichen, daß sie rein vor Gott sei und mit dem Bösen nichts zu tun habe. Da erschien ein fremdes Kind, das war ein [[typ: | + | |
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| - | <note tip>Der Eindruck des Hasenfußes wird auch als Spur von dem Fuße eines Hundes gedeutet.</ | + | |
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| - | //Quelle: Sundine 1837 S.388// | + | |
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| - | //Hier gefunden: [[https:// | + | |
| - | des Nationalparkes Jasmund e.V]]// | + | |
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sagen/die_steinprobe.1580058540.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
