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sagen:die_lutjen_in_cahnsdorf

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-====== Die Lutjen in Cahnsdorf ====== 
  
-In Cahnsdorf bei Luckau lebten mit den Einheimischen auch die Lutjen zusammen. 
-Das waren kleine Erdgeister. Sie waren sehr wohltätig und besonders der armen und 
-fleißigen Leute und der alten Frauen und Männer nahmen sie sich an. Sie jäteten 
-das Unkraut aus, machten krankes Vieh gesund und brachten reichen Erntesegen. 
-In den Häusern bewahrten die Leute „Lutjentöppe“ auf, die sie mit gekochter Hirse 
-füllten,auf die sie Honig gossen, und die sie des Abends vor dem Schlafengehen auf 
-die Schwellen vor den Stalltüren stellten. Waren sie morgens leer, so freute man sich 
-sehr. Denn nun wußte man, daß einem die Lutjen wohlgesinnt waren. Später taten 
-die Leute gekochten Reis mit Zucker und Zimt darüber in die Töpfe. Solche Töpfe 
-werden heute noch mitunter ausgepflügt oder ausgegraben bei der Feldarbeit. 
-Jetzt sind die Lutjen verschwunden. Als die Leute im Dorf Glocken in die Kirche 
-anbrachten, haben sie sich verzogen. Sie konnten das Geläute nicht vertragen. 
- 
-//Quelle: E.H.Wusch: Sagen meiner Heimat, eine Sammlung mündlich übertragener Sagen der Niederlausitz// 
-{{tag>sagen niederlausitz zwerg neu}} 
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