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sagen:die_jungfrau_am_waschstein

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 I. I.
  
-Am Fuße des Königsstuhls liegt ein gewaltiger Felsblockder Waschstein genannt. Auf diesem Steine erscheint alle sieben Jahre, etwa um Johannis herum, bei Tagesanbruch eine junge zarte verwünschte Prinzessin und wäscht Kleider und Leinewand in dem Meere. Wer so glücklich ist, sie anzutreffen und "Guten Tag, Gott helfe!" zu ihr sagt, der hat die Jungfrau erlöst, und aus Dankbarkeit führt sie ihren Befreier zu den in einer Höhle der Uferschlucht verborgenen Schätzen.+    RSchneider: Der Reisegesellschafter durch Rügen S.91
  
-//Quelle: RSchneiderDer Reisegesellschafter durch Rügen S.91//+Am Fuße des Königsstuhls liegt ein gewaltiger Felsblockder Waschstein genannt. Auf diesem Steine erscheint alle sieben Jahre, etwa um [[zeit:johannistag|Johannis]] herum, bei Tagesanbruch eine junge zarte verwünschte Prinzessin und wäscht Kleider und Leinewand in dem Meere. Wer so glücklich ist, sie anzutreffen und "Guten Tag, Gott helfe!" zu ihr sagt, der hat die Jungfrau erlöst, und aus Dankbarkeit führt sie ihren Befreier zu den in einer Höhle der Uferschlucht verborgenen Schätzen.
  
 II. II.
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 +    Temme, Nr. 211
  
 Vor vielen Jahren sah einmal ein Fischer, wie eine schöne Jungfrau unten am Waschstein stand und ein blutiges Tuch ins Meer tauchte, um die Blutflecken daraus zu entfernen; aber ihre Mühe war vergeblich. Da faßte er sich ein Herz und ruderte näher zu ihr hin und redete sie an mit den Worten: "Gott helf, schöne Jungfrau! Was machst du so spät hier noch allein?" Die Jungfrau verschwand darauf, aber der Fischer war wie von einer Zauberei befangen, so daß er nicht von der Stelle konnte. Vor vielen Jahren sah einmal ein Fischer, wie eine schöne Jungfrau unten am Waschstein stand und ein blutiges Tuch ins Meer tauchte, um die Blutflecken daraus zu entfernen; aber ihre Mühe war vergeblich. Da faßte er sich ein Herz und ruderte näher zu ihr hin und redete sie an mit den Worten: "Gott helf, schöne Jungfrau! Was machst du so spät hier noch allein?" Die Jungfrau verschwand darauf, aber der Fischer war wie von einer Zauberei befangen, so daß er nicht von der Stelle konnte.
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 Nachdem sie lange Zeit in dem Golde herumgewühlt hatten. verschwanden sie alle wieder. Und nun füllte die Jungfrau dem Fischer einen Krug mit Gold und Edelsteinen, daß er zeitlebens der Reichtümer genug hatte. Darauf geleitete sie ihn zu seinem Schiffe zurück, und als er sich wieder nach ihr umsah, war sie mitsamt der Höhle verschwunden. Nachdem sie lange Zeit in dem Golde herumgewühlt hatten. verschwanden sie alle wieder. Und nun füllte die Jungfrau dem Fischer einen Krug mit Gold und Edelsteinen, daß er zeitlebens der Reichtümer genug hatte. Darauf geleitete sie ihn zu seinem Schiffe zurück, und als er sich wieder nach ihr umsah, war sie mitsamt der Höhle verschwunden.
  
-//Quelle: Temme, Nr. 211; [[https://www.math.hu-berlin.de/~teschke/fver.htm| Homepage des Vereins der Freunde und Förderer+//Quelle: [[https://www.math.hu-berlin.de/~teschke/fver.htm| Homepage des Vereins der Freunde und Förderer
 des Nationalparkes Jasmund e.V]]// des Nationalparkes Jasmund e.V]]//
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sagen/die_jungfrau_am_waschstein.1738255676.txt.gz · Zuletzt geändert: von 127.0.0.1