sagen:die_hartherzige_juffer
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| ====== Die hartherzige Juffer ====== | ====== Die hartherzige Juffer ====== | ||
| - | Heute möchte ich eine Geschichte, die sich vor sehr langer Zeit zugetragen hat, erzählen. | + | |
| - | Einst lag ein reicher Bauernhof zwischen Nideggen und Boich, dieser gehörte einer geizigen Juffer. In den Zeiten des schlimmsten Hungers ging es ihr immer noch recht gut, andere Höfe in der Gegend litten Not und darbten so dahin. | + | Einst lag ein reicher Bauernhof zwischen |
| Der geizigen Juffer begegnete in der trübseligen Zeit eine Junge Frau, dieser Ärmsten sah man die Not aus den Augen. Auf dem Rücken gebunden trug sie ein kleines Kind, es war nackt, fror und wimmerte vor Hunger. | Der geizigen Juffer begegnete in der trübseligen Zeit eine Junge Frau, dieser Ärmsten sah man die Not aus den Augen. Auf dem Rücken gebunden trug sie ein kleines Kind, es war nackt, fror und wimmerte vor Hunger. | ||
| - | Die arme Frau bat die Bäuerin, des reichen Hofes, um ein Schlückchen Milch für ihr hungriges Kind. Die Juffer entgegnete herzlos: | + | Die arme Frau bat die Bäuerin, des reichen Hofes, um ein Schlückchen Milch für ihr hungriges Kind. Die Juffer entgegnete herzlos: |
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| + | Die arme Frau schreckte zurück, als hätte sie einer geschlagen. | ||
| Auf einmal weiteten sich erschreckt ihre Augen. Stieg da nicht Rauch aus ihrer Kammer? Und züngelten nicht Flammen auf dem First ihres Hauses? So schnell ihre Beine es zuließen, rannte sie, stürmte ins Haus, jagte die Treppe zur Kammer hinauf. Hier raffte sie, alles was zu raffen war: Geld, Ketten, Ringe und all die schönen Kleider und noch dieses und jenes. Indessen fraßen die Flammen am trockenen Gebälk. Als die Juffer endlich aus der Haustüre wollte, stürzte ein großer brennender Balken auf sie herab, erschlug sie und ihr Körper verbrannte. | Auf einmal weiteten sich erschreckt ihre Augen. Stieg da nicht Rauch aus ihrer Kammer? Und züngelten nicht Flammen auf dem First ihres Hauses? So schnell ihre Beine es zuließen, rannte sie, stürmte ins Haus, jagte die Treppe zur Kammer hinauf. Hier raffte sie, alles was zu raffen war: Geld, Ketten, Ringe und all die schönen Kleider und noch dieses und jenes. Indessen fraßen die Flammen am trockenen Gebälk. Als die Juffer endlich aus der Haustüre wollte, stürzte ein großer brennender Balken auf sie herab, erschlug sie und ihr Körper verbrannte. | ||
| Seither wandert ruhelos ihre Seele an der Stelle, wo der Hof einst gestanden hat. Viele haben sie nachts als Geist gesehen, sie schleppt einen schweren Korb am Arm. | Seither wandert ruhelos ihre Seele an der Stelle, wo der Hof einst gestanden hat. Viele haben sie nachts als Geist gesehen, sie schleppt einen schweren Korb am Arm. | ||
| - | http:// | + | |
| - | Margot Klinke | + | //Quelle: [[http:// |
| - | Heimat- und Geschichtsverein | + | ---- |
| - | Nideggen e. V. | + | {{tag>sagen internet margotklinke nideggen boich juffer feuer fluch hunger |
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sagen/die_hartherzige_juffer.1593525293.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
