sagen:deutschemaerchenundsagen367
Unterschiede
Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.
| Nächste Überarbeitung | Vorhergehende Überarbeitung | ||
| sagen:deutschemaerchenundsagen367 [2025/01/14 14:35] – angelegt ewusch | sagen:deutschemaerchenundsagen367 [2025/01/30 17:47] (aktuell) – Externe Bearbeitung 127.0.0.1 | ||
|---|---|---|---|
| Zeile 2: | Zeile 2: | ||
| **[[buch: | **[[buch: | ||
| [[sagen: | [[sagen: | ||
| + | |||
| + | ====== Krötenstein ====== | ||
| + | |||
| + | Weber, Quellen der Unterredungskunst. I, S. 430 | ||
| + | S. de Vries, Histor. Ocean S. 569 | ||
| + | |||
| + | Am 27. Juli 1473 ging ein Mann aus Hopstag, Namens Berthold Gratter, gegen Mittag in einen nahen Busch, das Diepacher Thal genannt, um daselbst Holz zu hauen. In dem Walde angelangt, hörte er an dem hindurchfließenden Bache ein stark Gezische, Pfeifen und ähnlich sonderlich Geräusch, stand deßhalb von ferne still und schaute nach der Gegend hin, von wo er es hörte. Da sah er denn eine unglaubliche Menge von Schlangen, Nattern, Kröten und anderm giftigen Ungeziefer, welche alle auf einem Haufen durcheinander und übereinander krochen; es waren ihrer so viel, daß man eine große Tonne damit hätte füllen können. Zu ängstlich, um näher zu treten, steckte er nur einen Stock in die Erde, um die Stelle zu zeichnen, und entfernte sich still. Noch zweimal kehrte er am selben Tage zurück, um zu sehen, ob das Schlangengezicht noch nicht gewichen wäre, er fand sie aber noch da, ging darum nach vollendeter Arbeit nach Hause, wo er die Sache für sich hielt und keinem Menschen auch nur das leiseste Wortlein davon sagte. Drei Tage nachher endlich ging er noch einmal auf die Stelle und sah denn, daß die Schlangen alle weg waren; nur eine todte Schlange noch fand er und daneben eine getödtete Kröte, beide umgeben von dickem leimartigen Schleim. Neben der Kröte fand er einen sogenannten Krötenstein, | ||
| // | // | ||
sagen/deutschemaerchenundsagen367.1736861730.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
