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sagen:deutschemaerchenundsagen352

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-====== Schlange warnt ======+====== Wettermachen I ======
  
-    G. Andersen Drient. Reisen. I, c. 17. +    Remigii daemonolatria c. 25.
-    De Vries, Satan. I, 183.+
  
-Im Jahre 1645 gegen den Anfang Decembers ging der holländische Visitator zu Brotschia in Surate mit einem UnterkaufmannNamens Mylensim Gemüsegarten der Factorei spazierenIndem sah der Visitator eine große Schlange im Grase liegenrief in aller Hast einen seiner Diener und befahl ihm, das Thier todtzuschießen. Mylens warf sich aber dazwischen und bat um Christi willenman möge doch der Schlange nichts zu Leide thundenn sie habe ihm einmal das Leben gerettet, und er glaube, es sei ein guter Geistden Gott ihm in den heidnischen Gegenden zum Schuhe gesandtDarauf erzählte er das Folgende : Ungefähr vor drei Monaten legte ich mich in meinem Garten nieder, um zu schlafenIch lag noch nicht lange da, als diese Schlange mir nahte und so lange um mich herumlief, bis ich wach wurde. Beim Anblicke des Thieres erschrak ich und riefGotthilf mir! hörte aber darauf eine Stimmewie von der Schlangewelche zu mir sprach: „Steh aufnimm deine Flinte und gehe nach Hause, denn es ist ein Dieb daselbst eingebrochen, der bereits deinem Sohnlein den Hals abgeschnitten hat." Ich stand flugs auf, eilte nach Hause und der Dieb flüchteteLeider fand ich es zu wahrwas die Schlange mir über meinen Sohn gesagt hatte.+Ein Bauer im [[geo:trier|trierer]] Gebiete war mit seinem Töchterchen im Garten und beschäftigtKohl zu pflanzen. Weil das Kind sich so gut anschicktehatte der Vater Freude an ihm und sprach: "Du verstehest das ja ganz prächtig, plag' dich nur schön." - "Ei," antwortete das Kind darauf"das ist auch eine schöne Kunstich kann doch noch andre Sachen, die viel wunderbarer sind, als das." Da fragte der Vaterwas das denn wäre, und das Kind sprach: "Gehe nur ein wenig seitwärts und sage mirauf welchem Theil des Gartens es regnen soll." - "Thu' es nur einmal," entgegnete der Bauer "ich will schon weggehen."  
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 +Als er nun zur Seite getreten war, machte das Kind ein Grübchen in die Erde und ließ sein Wasser hinein; das rührte es mit einem Stäbchen und murmelte einige Worte dazu und im selben Augenblicke fiel der reichste Regen in den Garten nieder. Da stand der Bauer stumm vor Staunen und Schrecken und fragte das Kind unter Beben und Zittern"Aber wer hat dich denn das gelehrt." - "Meine Mutter," antwortete das Töchterchen"die weiß auch noch viel andere Sachen der Art." 
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 +Der Bauer ließ sich nichts merken, sprach aber zu seinem Weiber wäre über einige Tage auf eine Hochzeit geladen und sie möge sich dazu bereit machenAn dem bestimmten Tage spannte er seinen Karren an, die Frau setzte sich darauf und er fuhr sie in die Stadt und überlieferte sie dem Gerichte. Nachher ist sie verbrannt worden.
  
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sagen/deutschemaerchenundsagen352.1737044427.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)