sagen:deutschemaerchenundsagen232
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| + | ====== Kobolde verjagt ====== | ||
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| + | Auf einem Pachthof bei Veurne diente eine Magd, die nie arbeitete und deren Arbeit doch stets getan war und besser getan, als es für jede andere möglich gewesen wäre. Wie das kam, das konnte sich niemand erklären. | ||
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| + | Der Bauer passte der Magd darum einmal auf, denn er wollte durchaus wissen, wie das zuginge. Er sah aber nie, dass sie etwas am Tage tat, und schloss daraus richtig, dass die Arbeit des Nachts verrichtet würde. Er wachte also in der folgenden Nacht. Bald sah er von seinem Schlafzimmer aus, dass noch Licht in der Küche brannte. Er schlich auf den Strümpfen leise bis an die Tür und guckte durch das Schlüsselloch. Da waren denn, Gott weiß wie viel, kleine Männchen, Kobolde nämlich, beschäftigt, | ||
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| + | Die Magd stand dabei ruhig am Herd und kochte in einem Topf Buttermilchbrei und als die Männchen fertig waren, stellte sie den auf den Tisch. Alle setzten sich herum und aßen lustig den leckeren Brei, ließen kein Teelöffelchen voll in dem Topf. | ||
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| + | Man kann leicht denken, was der Bauer darüber für Augen machte. Er sagte aber nichts, schlich still zurück zu seinem Bett, dachte aber: Wart, ich will euch schon daran kriegen. | ||
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| + | Am folgenden Abend warf er einige Zwiebel Knoblauch in die Buttermilch, | ||
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| + | Die Magd, welche an nichts dachte, nahm die Buttermilch und kochte Brei davon. Kaum aber hatten die Männchen den gekostet, als sie riefen: | ||
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| + | Look, look, look! | ||
| + | Klaboutermannekens weg | ||
| + | En het geluk ook!((Lauch, | ||
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| + | Und alle wegliefen. Die Magd wurde am anderen Tag weggejagt, aber der Pächter, welcher bis dahin immer reicher geworden war, hatte nun jeden Tag ein neues Unglück und bereute hundertmal, dass er so unvorsichtig gewesen sei. | ||
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