sagen:deutschemaerchenundsagen215
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| + | ====== Die Frau im Wald ====== | ||
| + | In Westfalen lebte ein edler und tapferer Ritter, der ritt eines Nachts durch einen Wald, hörte dort die Stimme einer Frau, welche in der Nähe sang, und sprach zu den seinen: »Wer unter euch will mit mir gehen, jene singende Frau zu sehen?« | ||
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| + | Als keiner sich dazu erbot, ging er allein hin und fand eine Frau, wie eine schwarze Nonne gekleidet, unter einem Baum stehen, welche mit zum Himmel erhobenen Armen mit lauter Stimme sang. Als er sie fragte, was sie da täte, sprach sie: »Ich lobe meinen Gott.« | ||
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| + | Da er nun glaubte, es sei irgendeine Heilige, fragte er sie: »Sage mir, ich beschwöre dich, wie wird es mit mir noch ergehen?« | ||
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| + | Darauf entgegnete sie: »Du hast viel Böses getan und tust es noch. Nachdem du deine Feinde besiegt hast, wirst du das Kreuz nehmen, zum Heiligen Land fahren und auch in Christi Dienst sterben.« | ||
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| + | Erfreut ob der Vorhersagung, | ||
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| + | Nach langem Reden erzählte der Kranke diesem von der Erscheinung der Frau. | ||
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| + | Da sprach der Bruder: »Der Teufel hat dir Fallstricke gelegt, o Bruder; zaudere nicht und sorge für dein Seelenheil.« Das tat der Ritter und wenige Zeit danach gab er den Geist auf. | ||
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