sagen:deutschemaerchenundsagen146
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| - | Vor längerer Zeit lebte zu Assenede | + | Zu Tielt in Flandern |
| - | Er fragte sie im Scherz: »Aha, wie steht es? Ihr lauft wie ein Mädchen von achtzehn Jahren.« | + | Zu Hause hing er die Hose, in der das Geld steckte, an dem Bettpfosten auf, nachdem er sich vorher noch einmal überzeugt hatte, dass sein Dukaten nicht mangele. Des anderen Morgens war sein erster Gedanke an das Geld und den Dukaten besonders, aber wie er auch suchen mochte, der war verschwunden. Niemand war in der Kammer gewesen als sein Sohn; somit fiel sein Verdacht auf diesen, doch der leugnete und sprach, er habe die Hose nicht angerührt. Wie er aber immer leugnen und was er auch sagen mochte, der Alte blieb dabei, er habe den Dukaten. Dessen müde, machte der Bursche sich gegen Abend auf, ging zu einem zwei Stunden entfernt wohnenden Zauberer, fragte den, ob er nicht wisse, wo seines Vaters Dukaten sei. |
| - | Sie sah ihn einmal | + | »Diesen Abend kann ich Euch das nicht sagen«, antwortete der Zauberer, »aber kommt morgen früh wieder, dann will ich Euch schon darüber Rechenschaft geben.« Der Weg nach Hause und wieder zurück und noch einmal |
| - | Der Bursche lachte sie aus und ritt seines Weges weiter. Als er aber abends nach Hause zurückkehren wollte und kaum das Dorf verlassen hatte, da siehe, kam ihm eine große Katze entgegen, die stellte sich vor sein Pferd und schrie dreimal ihr Miau, aber das mit einer Stimme, dass sich dem Burschen die Haare auf dem Kopf in die Höhe richteten. Dann lief sie weg. Ein paar Schritte weiter kam eine zweite und die machte | + | In demselben Augenblick wimmelte |
| - | Ein anderer kam abends spät noch über Feld und wollte nach Hause zu, als er plötzlich eine rostige Stimme neben sich hörte, die fragte: »Wie spät ist es?« | + | »Kann mir keine von euch sagen, wo des Bauers M. Dukaten geblieben |
| - | Er schaute sich um, sah das alte, krüppelhafte Weib und lieft was er konnte, um das Dorf zu erreichen. Ein paar hundert Schritte weiter dachte er, nun könne er wohl langsamer gehen, denn das Zauberweib schlich nur mit Mühe stets an ihrem Stab fort. | + | Doch die Katzen sprachen: »Nein, das können wir nicht sagen, es ist jemand nahebei.« |
| - | In demselben Augenblick aber hörte er ihre allzu bekannte Stimme neben sich die Frage wiederholen: | + | »Ei, so brecht ihm den Hals,« sprach der Zauberer. |
| - | Kalten Todesschweiß auf der Stirn, begann er zum anderen Mal zu laufen und ruhte auch nicht, bis er an seiner Tür ankam. Als er jedoch kaum den Schlüssel eingesteckt und dieselbe geöffnet | + | Und die Katzen antworteten: |
| - | Man braucht wohl nicht zuzufügen, dass er in aller Eile ins Haus schlüpfte und froh war, von ihr erlöst | + | So konnten die Katzen ihm nichts anhaben, verschwanden und der Zauberer ging auch weg. Dass der Bursche |
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| + | »Jawohl«, sprach der Zauberer. »Es hat mir nicht wenig Mühe und Arbeit gekostet, aber ich kann es Euch doch sagen. Euer Vater schläft im Stall und neben seinem Bett steht ein Tränktrog, woraus das Vieh säuft. Dahinein ist der Dukaten gefallen, als Euer Vater seine Hose am Bett aufhing. Sucht darin und Ihr werdet ihn finden.« Die Antwort hinterbrachte der Bursche alsbald seinem Vater, sie suchten beide im Trog und der Dukaten lag in der Tat darin. | ||
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