sagen:deutschemaerchenundsagen119
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| - | Ein schon bejahrter Mann kam eines Abends an einem Hügel bei Werwick vorbei und fand daselbst | + | Landgraf Ludwig war ein überaus großer Tyrann. |
| - | »Möchte ich wohl um ein bisschen Salz bitten dürfen?«, fragte | + | Als er im Sterben lag, sprach |
| - | In demselben Augenblick verschwand die Gesellschaft mitsamt dem Schloss | + | Wie er gewollt hatte, so geschah es. Als nun ein Ritter ihn in der Mönchkutte liegen sah, spottete dieser |
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| + | Als Ludwigs Seele aber ihren Körper verlassen hatte, wurde sie dem Fürsten der Teufel übergeben. Der saß über einem tiefen Brunnen, hielt einen Becher in der Hand und begrüßte den Landgrafen | ||
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| + | Da wurde Herr Ludwig an die Orte der Strafe geführt, wo nichts war als Heulen, Weinen und Zähneknirschen. Als man ihn zurückbrachte, | ||
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| + | Der Landgraf sträubte sich, aber das half ihm nichts. Er musste trinken und zugleich schlugen ihm helle Schwefelflammen aus den Augen und der Nase. | ||
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| + | Danach sprach der Fürst der Teufel: »Nun musst du dir meinen Pütz einmal beschauen, dessen Tiefe bodenlos ist.« | ||
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| + | Da stürzte man ihn in den Brunnen und schloss den Deckel | ||
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