sagen:deutschemaerchenundsagen107
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| - | Ein Bauer, der auf einem kleinen Pachthof wohnte, hatte Mangel an Geld und wusste nicht, woher er welches nehmen sollte. Er trug alles, was er entbehren konnte, zum Markt, kam aber noch immer und bedeutend zu kurz. Da hörte | + | Aus Ärger über eine ihm auf seinem Schloss Nideck widerfahrene Schande erkrankte Graf Wilhelm |
| - | Die Hexe antwortete schlau: »Ihr seid irr, Freund, es ist nicht hier, wo Ihr sein müsst; das ist in der … Straße, Numero … und bei Frau … Geht nur dahin und Ihr habt alles, was Ihr begehrt.« Damit schaffte sie sich den Mann vom Hals. | + | Man ließ ihn nieder und der Arzt erklärte alsbald, der Tod stehe vor der Tür, fügte dann die Bitte hinzu: »Ich rate Euch, dass Ihr doch Eure Gemahlin wieder zu Euch nehmt; tut das.« |
| - | Der ging in das angewiesene Haus, wo auch eine Haupthexe wohnte, und sprach | + | »Das geschieht nimmer«, sprach der Graf. |
| - | »Nun denn«, sprach die Hexe da, »wie viel muss ich Euch denn geben, dass Ihr mich in Ruhe lasst?« | + | Da bat der Arzt für einen Ritter, den Herr Wilhelm im Kerker schmachten ließ. |
| - | Der Bauer bestimmte ihr eine Summe und die Hexe gab ihm dieselbe, nur fügte sie dabei hinzu: »Ehe Ihr aber weggeht, müsst Ihr mir Euer Handzeichen geben, dass Ihr mich niemals verraten wollt.« | + | Aber der Graf sprach: »Solange ich lebe, verlässt er den Kerker nicht.« |
| - | Darin willigte der Bauer mit der Bedingung, dass er so oft wiederkehren dürfe, als ihm beliebe, nahm das Geld und kam seiner Frau damit gar willkommen. Die fragte ihn, wo er es her habe. | + | »Dann wird er noch vor morgen frei«, sagte der Arzt. Und so geschah |
| - | Er aber sprach: »Das mag ich nicht sagen, darauf habe ich mein Handzeichen gegeben.« | + | Als nun sein letztes Stündlein da war, da lag er an der Brust einer Frau, die er ihrem Mann geraubt hatte. |
| - | Es dauerte nicht lange und der Bauer brauchte abermals Geld und ging erneut zu der Hexe. | + | »Was fange ich nun nach Eurem Tode an?«, fragte diese. »Du musst einen jungen Ritter heiraten«, antwortete Wilhelm |
| - | »Ja, lieber Mann«, sprach | + | In derselben Nacht wurde eine Nonne des Sankt Mauritiusklosters in Köln vom Geist in die Hölle geführt und sah da einen schrecklichen Topf, der war mit einem glühenden Deckel zugedeckt und von Schwefelflammen umgeben. |
| - | »Gut«, antwortete der Bauer, »aber dann müsst Ihr mich die Zauberei lehren.« »Wenn Ihr nicht zu dumm dazu seid«, sprach sie und begann, ihm dieselbe auszulegen. | + | Als sie ihren Geleiter darüber ausfragte, sprach derselbe: »Da sind nur zwei Seelen drin; die des Kaisers Maxentius und die des Grafen Wilhelm von Jülich.« |
| - | Er hatte aber nicht viel Lust daran und sprach, er wolle lieber von Zeit zu Zeit Geld holen kommen, das wäre ihm gemächlicher. Das tat er denn auch und seinen Drohungen musste | + | Als sich nun am anderen Tag morgens |
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