Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


sagen:deutschemaerchenundsagen105

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.

Link zu dieser Vergleichsansicht

Beide Seiten der vorigen RevisionVorhergehende Überarbeitung
Nächste Überarbeitung
Vorhergehende Überarbeitung
sagen:deutschemaerchenundsagen105 [2024/03/21 23:05] ewuschsagen:deutschemaerchenundsagen105 [2025/01/30 17:47] (aktuell) – Externe Bearbeitung 127.0.0.1
Zeile 3: Zeile 3:
 [[sagen:deutschemaerchenundsagen106|nächste Sage >>>]] [[sagen:deutschemaerchenundsagen106|nächste Sage >>>]]
  
-====== Sieben Hexen ======+====== Herzog Rudolph vor Gottes Richterstuhl gerufen ======
  
-Ein trüber (böser) Junge von Veurne wollte wissenwie viele Hexen wohl in der Stadt wärenEr beschloss also, dieselben einmal in Gegenwart der ganzen Gemeinde in die Kirche zu schließen. Um dies ausrichten zu könnenmusste er etwas Geweihtes unter die Schwelle der Kirchtür legen. Um das Geweihte zu bekommenersann er folgendes Mittel. Bei dem ersten Begräbnisdas stattfandstellte er sich dicht neben das Grab und ließ seine Mütze just auf den Sarg fallen, als der Pfarrer die geweihte Erde darauf warfSchnell sprang er zu, nahm die Mütze mit der Erdewelche darauf lagund hob die Letztere wohl aufDas erste Malwo alle Leute aus der Stadt zur Kirche kamen, kratzte er ein Loch unter die Schwelle der Kirchtüren und barg das Geweihte da hinein, ging dann ruhig in die Kirche und wartete das Ende der Messe ab. Als diese beendet war, gingen die Leute alle aus der Kirche sonder einige Hindernis; nur sieben Frauen blieben zurückliefen bald nach dieserbald nach jener Tür und suchten auf alle mögliche Weise herauszukommenaber vergebensMan war genötigtden Pfarrer zu holen, denn der Küster konnte ihnen nicht helfenDer Pfarrer ließ die Schwellen untersuchen und alle Erde darunter wegnehmen. Als das geschehen wargingen die sieben Frauen ungehindert und ruhig ihres Weges. Unter den sieben Weibern war auch die Patin des Jungen. Die kam bald dahinter, wer ihr den Streich gespielt hatte. Aus Rache verzauberte sie den Jungen, sodass derselbe plötzlich seine ehedem schönen Füße in Pferdehufe verwandelt sah.+Herr Rudolph, Herzog zu Österreich stellte einen Ritter aufs Leben nach, den er auch gefangen und torquiert, in einen Sack schieben und ins Wasser hatte werfen lassen. 
 + 
 +Ehe aber der Ritter ganz im Sack warsah er den Herzog am Fenster und schrie ihm zu: »Herzog Rudolphich lade dich vor Christi Richterstuhldamit du dort Rechenschaft ablegstwarum du mich unschuldiger Weise durch einen so üblen und tyrannischen Tod hinrichtest.« 
 + 
 +Nach solchen Worten wurde der Sack zugebundenDer Herzog lachte der Einladung nur und sprach: »Es ist schon gutgeh nur voranich werde nachkommen.« Er machte sich auch weiter keine Bedenkensondern lebte fröhlich hinein. Ehe aber das Jahr um war, ergriff ihn ein Fieber. Da fiel ihm der traurige Gedanke an jene Vorladung ein. 
 + 
 +»Achliebe Freunde«sprach er»der Tod ist vorhanden, ich muss fortLänger kann ich mich nicht aufhaltenich muss vor Gericht.« 
 + 
 +Wie er geredet hatteso geschah es und er starb bald darauf.
  
 //Quellen:// //Quellen://
Zeile 11: Zeile 19:
  
 ---- ----
-{{tag>sagen johanneswilhelmwolf deutschemaerchenundsagen geisterspiegel v0}}+{{tag>sagen johanneswilhelmwolf deutschemaerchenundsagen v0}}
sagen/deutschemaerchenundsagen105.1711058747.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)