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sagen:deutschemaerchenundsagen074

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-====== Korn verwandelt ======+====== Das schwarze Männchen ======
  
-Es war ein Bischof grauen Ordens von Zitel, gar ein guter heiliger Mann. Zu dem kam einmal ein gar reicher Mann, der bat ihn, dass er seine Beichte hören möge. Das tat der Bischof und er vernahm, dass der Mann viel unrechtmäßigen Gutes hatte.+Im Schweizerland wohnte ein gelehrter Chemikus.
  
-Da sprach der Bischof zu ihm: »Nun geh hin und gib einer armen Wittib deines Kornes zwei [[lex:Malter]] um Gottes willen.« Der Mann sprach: »Ja gerne«tat es auchkam wieder und sagte zu dem Herrn: »Herr, was Ihr mir geheißen habtdas habe ich getan.« Er wähntedamit aller Sünde ledig zu sein. Da sprach der Bischof: »Nun geh hin und kauf die zwei Malter wiederum von der Frau für deine Pfennige+Zu dem kam einmal ein Bauer und sprach: »Herrhörtich habe Euch etwas ins Ohr zu sagen. Als ich neulich auf dem Berg ein bisschen spazieren gingsah ich am Fuß desselben ein schwarzes Männchenwelches grub, nun einmal verschwand und gleich drauf wieder da war und arbeitete. Da stieg ich nieder, um das fremde Ding näher zu beschauen, aber ich fand auch nicht einen Fußtritt, dagegen auf der Stelle, wo das Männlein gegraben hatte, diese Erzstücke hier
  
-Das tat er auch, kam und sprach»Herr, ich habe das auch getan.«+Derselbe Bauer erzählte auch, er wäre unlängst bei einigen Bauern gewesen, die auf den Bergen Kristalle suchen gingen. Die hätten ihm eine Stelle gewiesen, wo kürzlich einer von ihnen mit der Hacke gegen einen Felsen geschlagen und mit gemachter Freude, nämlich um die anderen zum Narren zu halten, ausgerufen haben soll»Eiwas für einen schönen Kristall finde ich hier!«
  
-»Nundas ist gut«, sprach der Bischof, »dann tu noch eins und lege die zwei Malter in einen Kasten absonderlich und schließe den Kasten fest zusodass nichts weder herein- noch herauskommen kann.«+Da wäre plötzlich in den Bergen ein so gräulicher SpektakelGerassel und Getöse entstandendass sie alle gefluchtet wären.
  
-Das tat er ebenfalls, kam wieder und sprach: »Herr, auch das habe ich getan.« +Der Chemikus ließ sich den Ort zeigenwo das Männlein gegraben hatte, und fand dort eine reiche Metallader.
- +
-»Nun, das ist gut, dann gehe bald hin und sieh, wie es um dein Almosen steht.« +
- +
-Der Mann ging und schloss den Kasten auf, fand aber kein Korn mehr darin, sondern nur Nattern und Kröten. Die fuhren gräulich durcheinander, auch gegen ihn, als ob sie ihn hätten fressen wollen. Da schlug er den Kasten zu, ging zum Bischof und sagte, was ihm widerfahren war. +
- +
-Da sprach der Bischof: »Sieh, das ist dein Almosen. Wie meinst du nundass dir geschehe mit dem Gut, welches du mit Unrecht gewonnen hast?« +
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-Er sprach: »Herr, gnadet und sagt mir, was ich denn tun muss.« +
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-Da sprach der Bischof: »Willst du mir folgen, ich gebe dir einen Rat, und noch vor Morgen wirst du all deiner Sünden ledig sein.« +
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-»Ja, Herr, gern. « +
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-»So lege dich in jenen Kasten zu den Nattern und zu dem Gewürm, und ich will dir bürgen, dass du ebenso gesund wieder herauskommen wirst, wie du nun bist.« +
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-»Nein, Herr, Ihr sahet nicht, wie sie zappelten und wie sie wispelten. Ich wollte immer eher in der Hölle sein.« +
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-Er blieb auch aus Furcht ohne Buße und fuhr in die Hölle.+
  
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