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sagen:deutschemaerchenundsagen055

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-====== Riesen zu Wetteren und Laerne ======+====== Kaninchen auf dem Kirchhof ======
  
-Ehemals wohnte an dem Ort, wo nun das Dörflein Wetteren in Flandern steht, eine ganze Familie von Riesen. Diese zog einmal aus, eine andere Riesenfamilie, die auf dem Schloss Laerne wohnte, zu belagern. Die letzteren Riesen waren aber stärker als die von Wetteren und schlugen diese so ganz und gar, dass nur ein Einziger übrig blieb und dieser selbst war noch stark verwundet. Er eilte nach Wetteren zurück und brachte den zu Hause gebliebenen Riesen die Nachricht von der Niederlage seiner Gesellen und starb wenige Augenblicke danach.+Ein Mann aus Kortryk kam abends spät noch über den Kirchhof und sah da ein schönes, weißes Kaninchen herumhüpfen. Ah, dachte er bei sich selbst, das Tierchen will ich mir fangen. Es ist etwas für Sonntag. Er nahm seinen Hut in die Hand und
  
-Zu seinem Andenken führt man zu Wetteren noch jährlich in der Prozession das Bild eines ungeheurer Riesen umher.+lief hinter dem Kaninchen bis an die Kirchtür. Da schmiss er den Hut darauf, sodass es drunter saß. 
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 +»Nun sollst du mir nicht lang mehr hüpfen«, sprach er und griff mit der Hand unter den Hut. 
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 +Aber das Kaninchen war verschwunden und weiter nichts zu sehen als ein Häufchen Erde, gerade wie ein Maulwurfshügel. 
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 +Da schlug der Mann ein Kreuz und betete fünf Vaterunser und fünf Ave Maria, denn er erkannte, dass das Kaninchen ein Geist gewesen war.
  
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