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sagen:deutschemaerchenundsagen051

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-====== Waldisbalm > 088 ======+====== Bestrafte Willkür ======
  
-Es ist unglaublichwas die Schweizer nicht all für Wunder von der Höhle Waldisbalm bei Vitznau erzählenDie Länge und Tiefe derselbensagen sieist unbekanntAn ihrem Ende befindet sich aber eine eiserne Tür. Klopft man darandann kommen Erdmännchen oder andere Spuke zum VorscheinAuch liegen da viele und große Schätze vergraben und sieht man anderswo nie gesehene Fußtapfen dort.+Im Jahre 1532 lebte in Deutschland irgendwo ein grausamer Ritter. Der befahl eines Tages einem Bauernim nahen Wald eine überaus große Eiche zu holen und sie vor die Burg zu bringen, und drohte dabei, insofern der Bauer das nicht tue, müsse er die härteste Strafe gewärtigen. Der Bauer hielt das Fortschaffen des Baumes für unmöglich und ging seufzend und mit nassen Augen, halb verzweifelt dem Wald zu. Kaum hatte er den betreten, als er einen Menschen vor sich sah, der ihn fragte, warum er denn so traurig sei? 
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 +Der Bauer erzählte ihm alles und der Fremde sprach: »Gehe du nur ruhig nach HauseDer Ritter soll die Eiche bald vor dem Schloss haben.« 
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 +Hocherfreut kehrte der arme Mann dem Dorf wieder zu. Eben hatte er dasselbe erreicht, als eine der größten und dicksten Eichen des Waldes geflogen kamdas Tor der Burg zerschmetterte und den Weg dermaßen versperrtedass man mit großer Mühe nur in die Burg hinein oder aus derselben heraus gelangen konnteNun hätte man den Baum gerne zerschnittenum den Weg wieder freizumachen, aber das Holz war so hart, dass keine Säge hindurch konnte und alle Beile daran stumpf wurdenNach langer Mühe und Arbeit musste der Ritter den Baum liegen lassen, denn es war nichts damit anzufangen, und an einer anderen Seite des Schlosses ein neues Tor und neue Fenster brechen lassen, was er natürlich nur mit großer Schmach und Schande tun konnte. So strafte Gott seine Willkür gegen den armen Bauern.
  
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