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sagen:des_teufels_brand

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-====== Des Teufels Brand ====== 
  
-    Erasm. Rotterodam. epist. fam. L. 27. c. 20. 
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-Es liegt ein. Städtlein im Schweizerland mit Namen [[geo:Schiltach]], welches im Jahr 1533 am zehnten April plötzlich in den Grund abgebrannt ist. Man sagt, daß dieser [[typ:stadtbrand|Brand]] folgender Weise, wie die Bürger des Orts vor der Obrigkeit zu [[geo:Freiburg]] angezeigt, entstanden sey. Es hat sich in einem Hause oben hören lassen, als ob jemand mit linder, lispelnder Stimme einem andern zuriefe und winkete, er solle schweigen.  
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-Der Hausherr meint, es habe sich ein [[typ:Dieb]] verborgen, geht hinauf, findet aber niemand. Darauf hat er es wiederum von einem höheren Gemach her vernommen, er geht auch dahin und vermeint den Dieb zu greifen. Wie aber niemand vorhanden ist, hört er endlich die Stimme im Schornstein. Da denkt er, es müsse ein Teufels - Gespenst seyn und spricht den seinigen, die sich fürchten, zu, sie sollten getrost und unverzagt seyn, Gott werde sie beschirmen.  
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-Darauf bat er zwei [[typ:Priester]] zu kommen, damit sie den [[typ:Geist]] beschwüren. Als diese nun fragten, wer er sey, antwortete er: "der [[typ:Teufel]]." Als sie weiter fragten, was sein Beginnen sey, antwortete er: "ich will die Stadt in Grund verderben!" Da bedräuen sie ihn, aber der Teufel spricht: „euere Drohworte gehen mich nichts an, einer von euch ist ein liederlicher Bube; alle beide aber seyd ihr Diebe."“  
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-Bald darauf hat er ein Weib, mit welchem jener Geistliche vierzehn Jahre zusammengelebt, hinauf in die Luft geführt, oben auf einen Schornstein gesetzt, ihr einen Kessel gegeben und sie geheißen, ihn umkehren und ausschütten. Wie sie das gethan, ist der ganze Flecken vom Feuer ergriffen worden und in einer Stunde abgebrannt.  
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-//Quelle: Brüder Grimm, Deutsche Sagen, Band 1, S. 282–283, 1816// 
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-{{tag>sagen grimm deutschesagen1 teufel 1533 stadtbrand Schiltach freiburg priester}} 
sagen/des_teufels_brand.1642060225.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)