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sagen:der_unschuldige_ritter

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-====== Der unschuldige Ritter ====== 
-[[vip:otto_iii._hrr|Kaiser Otto III. genannt das Kind]], hatte am Hofe einen edlen [[typ:ritter|Ritter]], den langte die Kaiserin Maria, gebürtig von Arragonien, bittend an, daß er mit ihr buhlete. Der Ritter erschrak, und sprach: „das sey ferne von mir, das wäre meiner und meines Herrn Ehre viel zu nah,“ und ging weg von der Kaiserin.  
  
-Da sie sah, daß er also im Zorne von ihr ging, kam sie zum Kaiser, schmeichelte und sprach: „was habt ihr für Ritter an eurem Hofe? einer von ihnen wollte mich schänden." Da dies der Kaiser hörte, ließ er von Stund an den Ritter fangen, und ihm das [[typ:hinrichtung|Haupt abschlagen]]. Aber es soll aus seinem Halse kein Blut geflossen seyn, sondern Milch.  
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-Der Kaiser, als er das [[typ:wunder|Wunder]] sah, rief „hierum steht’s nicht recht,“ ließ die Kaiserin vorfordern, und fragte sie hart um die Wahrheit. Sie fiel bestürzt zu Fuß, und bat um Gnade; er aber als ein gestrenger Richter, nachdem er die Lügen erfahren, ließ sein Weib dieser Unthat wegen fangen und brennen, blieb auch ohne Weib und Erben sein Lebetage.  
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-//Quelle: Brüder Grimm, Deutsche Sagen, Band 2, S. 170, 1818// 
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-{{tag>sagen ottoiii wunder hinrichtung ritter}} 
sagen/der_unschuldige_ritter.1579033208.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)