sagen:der_tolle_flemming_in_weissagk
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| - | ====== Der tolle Flemming in Weißagk ====== | ||
| - | In [[geo: | ||
| - | gefürchteter [[typ: | ||
| - | Fehde. | ||
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| - | Einstmals kämpfte er mit dem von [[geo: | ||
| - | Flucht nach Weißagk kam er nur noch bis an den Hundsberg. Dort brach sein Pferd | ||
| - | zusammen. Er setzte die Flucht zu Fuße fort, konnte aber aus dem Walde nicht | ||
| - | heraus, weil der Wald durch die Leute des Sonnewalders umstellt war. So kehrte | ||
| - | Flemming wieder in den Wald zurück. Als er merkte, daß man ihn auch hier suchte, | ||
| - | kroch er in ein Fuchsloch am Hundsberge so tief er nur konnte. | ||
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| - | Am Mittag kroch eine | ||
| - | Kreuzspinne über die Öffnung und spann ein Netz. Gegen Abend kamen mehrere | ||
| - | Knechte , die ihn fangen wollten, in die Gegend und auch zu dem Fuchsbaue. Einer | ||
| - | wollte mit der Lanze hineinstechen. Da meinten die anderen: „Hier kann Flemming | ||
| - | nicht sein. Über das Loch hat die Spinne ihr Netz gesponnen und das hätte er | ||
| - | zerreißen müssen, wenn er hinein wollte.“ Darauf gingen sie weiter und Flemming | ||
| - | war wieder einmal gerettet. | ||
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| - | Endlich vereinten sich alle seine Feinde gegen ihn und trieben ihn aus dem Lande. | ||
| - | Er mußte flüchten und starb bei dem Ritter Hake auf Zinna. Seine Leiche brachte | ||
| - | man von dort nach Weißagk. Als der Wagen mit dem Sarge auf der Straße, die man | ||
| - | seit der Zeit Leichensteg nannte, bis an die Grenze von Weißagk kam, konnten ihn | ||
| - | die Pferde nicht mehr fortbringen. Man holte noch mehr Pferde, aber wenn sie | ||
| - | anzogen, fielen sie in die Knie und der wagen blieb auf dem Flecke stehen. | ||
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| - | Da kam | ||
| - | einer auf den Gedanken, sie sollten die Glocken läuten, die Flemming einstmals der | ||
| - | Kirche geschenkt hatte. Als sie das taten, zogen die Pferde an und nun kam der | ||
| - | Wagen ganz leicht bis zur Kirche, wo sie den Sarg beisetzten. | ||
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| - | Vom Hundsberg führte früher ein unterirdischer Gang bis zum Weinberge von | ||
| - | Bergen. Die Feldsteine, aus denen er hergestellt war, nahm später ein Besitzer zum | ||
| - | Scheunenbaue auf dem Gute. Ein anderer Flemming hat die Weißagker Heide | ||
| - | verspielt gegen den Herrn, der auf Gahro saß. Die Heide heißt „Der rote Pulz (Pilz)“, | ||
| - | weil es da viele Giftpilze gab. Sein Nachkomme, der sich sehr über den Verlust der | ||
| - | Heide ärgerte, ließ ihm einen Grabstein machen, auf dem der Ritter mit einem Pilz in | ||
| - | der Hand dargestellt ist, zu seiner ewigen Schande. | ||
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| - | //Quelle: E.H.Wusch: Sagen meiner Heimat, eine Sammlung mündlich übertragener Sagen der Niederlausitz// | ||
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sagen/der_tolle_flemming_in_weissagk.1578849779.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
