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sagen:der_thurm_zu_schartfeld

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-====== Der Thurm zu Schartfeld ====== 
  
-Von dem Thurm auf [[geo:scharzfeld|Schartfeld]] berichten viel alter Leute, daß er keine Dachung leide, der [[typ:teufel|Teufel]] darin hausen und Nachts viel Gerumpels droben seyn solle.  
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-Vorzeiten trug [[vip:heinrich_iv|Kaiser Heinrich der Vierte]] unziemliche Liebe zu eines Herrn auf Schartfeld Ehweib, konnte lange seinen Willen nicht vollführen. Da kam er ins [[kirche:klosterpoehlde|Kloster Pölde]] in der Grafschaft Lutterberg und ein [[typ:mönch|Mönch]] machte ihm einen Anschlag.  
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-Er ließ den Herrn von Schartfeld zu sich fordern ins [[kirche:klosterpoehlde|Kloster]], und trug ihm eine weite Reise mit einer Werbung auf. Der Ritter war dem Kaiser unterthan und gehorsam. Tags darauf zog der Kaiser mit dem Mönch in weltlichen Kleidern auf die Jagd, kam insgeheim vor das Haus Schartfeld und wurde von dem [[typ:mönch|Mönch]] bis vor der Edelfrau Kemenate geleitet.  
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-Da überfiel sie [[vip:heinrich_iv|Heinrich]] und nöthigte sie zu seinem Willen. Da soll der [[typ:teufel|Teufel]] die Dachung vom Thurm abgeworfen und in der Luft hinfahrend über den [[typ:mönch|Mönch]] geschrien haben, daß er an dieser Unthat schuldiger sty, als der Kaiser. Der [[typ:mönch|Mönch]] war seit der Zeit im [[kirche:klosterpoehlde|Kloster]] stets traurig und unfroh.  
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-//Quelle: Brüder Grimm, Deutsche Sagen, Band 1, S. 279, 1816// 
-{{tag>sagen grimm scharzfeld teufel mönch klosterpoehlde heinrichiv}} 
sagen/der_thurm_zu_schartfeld.1591796328.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)