sagen:der_teufel_als_fuersprecher
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| - | ====== Der Teufel als Fürsprecher ====== | ||
| - | D. Mengering Soldaten-Teufel. Cap. 8. S. 153. | ||
| - | Hilscher Zungen-Sünde. S. 189. | ||
| - | Luther' | ||
| - | Prätorius Wünschelruthe 101-103 | ||
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| - | In der Mark geschah es, daß ein Landsknecht seinem Wirth Geld aufzuheben gab und als er es wiederforderte, | ||
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| - | Da kam der Teufel zu ihm ins Gefangniß und sprach: „Morgen wird man dich vor Gericht führen und dir den Kopf abschlagen, darum daß du den Haus-Frieden gebrochen hast, willst du mein seyn mit Leib und Seel, so will ich dir davon helfen.“ Aber der Landsknecht wollte nicht. Da sprach der Teufel: „so thue ihm also: wann du vor Gericht kommst und man dich hart anklagt, so beruhe darauf, daß du dem Wirth das Geld gegeben und sprich, du seyest übel beredt, man wolle dir vergönnen einen Fürsprecher zu haben, der dir das Wort rede. | ||
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| - | Alsdann will ich nicht weit stehen in einem blauen Hut mit weißer Feder und dir deine Sache führen.“ Dies geschah also; aber da der Wirth hartnäckig leugnete, so sagte des Landsknechts Anwalt im blauen Hut: „lieber Wirth, wie magst du es doch leugnen! das Geld liegt in deinem Bette unter dem Haupt-Pfühl: | ||
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| - | Da verschwur sich der Wirth und sprach: „hab ich das Geld empfangen, so führe mich der Teufel hinweg!“ Als nun das Geld gefunden und gebracht war, sprach der im blauen, Hütlein mit weißer Feder: „ich wußte wohl, ich sollte einen davon haben, entweder den Wirth oder den Gast;“ drehte damit dem Wirth den Kopf um und führte ihn in der Luft davon. | ||
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| - | //Quelle: Brüder Grimm, Deutsche Sagen, Band 1, S. 289 - 290, 1816// | ||
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