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sagen:der_suethgens-musel_2._sage

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-====== „Sürchensmusel" ====== 
  
-    F.F. Martin Aschenbroich "Die Geschichte Nideggens"  
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-Im Sürthgen bei [[geo:bergstein|Bergstein]] wohnte ein [[typ:metzger|Metzger]], der zur [[burg:burgnideggen|Burg Nideggen]] Fleisch lieferte. Eines Tages sollte er Hammelfleisch bringen. Da er gerade keines hatte, half er sich aus der Verlegenheit und schlachtete einen seiner großen [[typ:hund|Hunde]] und ging mit dem Fleische zum Schloss.  
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-Die [[typ:koch|Köchin]], nach anderen die Gräfin, hatte das Fleisch sofort als Hundefleisch erkannt und sagte es dem [[typ:metzger|Metzger]]. Der [[typ:metzger|Metzger]] beteuerte es und bekräftigte es mit dem Schwur: "Wenn das kein Hammelfleisch ist, so will ich als Hund laufen" 
-Kaum hatte er die Worte gesagt, da fiel ihm der Korb aus der Hand und da lief er schon als [[typ:hund|Hund]] davon. 
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-Seit der Zeit hielt er sich im Sürthgen auf. Am Tage lies er sich nicht sehen, in der Nacht begleitete er manchen verspäteten Wanderer. Er war größer als ein gewöhnlicher [[typ:hund|Hund]], trug langes, zottiges, schwarzes Haar, hatte große Augen und schleifte eine schwere Kette am Halse.  
-Wenn abends die Leute von [[geo:brueck|Brück]] bei der Totenwache zusammen kamen, setzte er seine Vorderpfoten auf die Fensterbank und guckte mit seinen großen Augen zum Entsetzen aller Anwesenden zum Zimmer hinein. 
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-Süthgensmusel wird als gutmütig geschildert, der niemand ein Leid tat, wenn man ihn in Ruhe lies. Er verstand aber keinen Spaß. 
-So kam ein Bewohner von [[geo:brueck|Brück]] abends spät halb betrunken von [[geo:nideggen|Nideggen]]. An der Mühle vor [[geo:brueck|Brück]] sah er einen [[typ:esel|Esel]] gehen. Er ging auf ihn zu und sprach: "Warum gehst Du nicht nach Deinem Stalle?" Damit zog er ihn an den Ohren. Süthgensmusel - denn er war der [[typ:esel|Esel]] - stieß ihn unbarmherzig und schleifte ihn zur Rur in den Steinfels und lies ihn dort liegen, wo er halbtot nach 24 Stunden an den Verletzungen starb. 
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-Sürthgensmusel trieb besonders sein unwesen auf dem Mühlenweg von [[geo:bergstein|Bergstein]] nach [[geo:zerkall|Zerkall]]. Ein Zerkaller kam eines Abends im Rausch fluchend und wetternd von [[geo:bergstein|Bergstein]] bis an die verrufene Stelle im Sürthgen. Er sah im Dunkel eine schwarze Gestalt am Wege stehen und holte erzürnt zum Schlage aus. Ehe er sichs versah, hatte ihn das immer größer werdende Ungetüm schon auf dem Rücken und trug ihn in einen Bruch hinunter, in den er ihn hineinwarf, und dann verschwand er wieder. 
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-Hier gibts eine andere Sage über den Sürthgensmusel: [[sagen:der_suethgens-musel_1._sage|Der Sürthgenmusel]] 
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-//Quelle: Heimatblätter (Beilage zur Dürener Zeitung) Nr. 26, Jg 13 vom 24.12.1936, Seite 60// 
-{{tag>sagen heinrichhoffmann juelichervolkskunderur aschenbroich eifel bergstein nideggen rureifel metzger koch fluch hund}} 
sagen/der_suethgens-musel_2._sage.1602778736.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)