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sagen:der_soester_schatz

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-====== Der Soester Schatz ====== 
  
-    Simplicissimus Buch III. cap. 13. 
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-Im [[zeit:30jährigerkrieg|dreißigjährigen Krieg]] befand sich unweit der Stadt [[geo:Soest]] in [[region:westfalen|Westphalen]] ein altes Gemäuer, von dem die Sage ging, daß darin eine eiserne [[typ:Truhe]] voll [[typ:geld|Geldes]] wäre, welche ein schwarzer [[typ:Hund]] hütete, sammt einer [[typ:fluch|verfluchten]] [[typ:Jungfrau]].  
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-Nach der Erzählung der Großeltern werde einstens ein fremder Edelmann ins Land kommen, die [[typ:Jungfrau]] [[typ:erlösung|erlösen]] und mit einem feurigen Schlüssel den Kasten eröffnen. Mehrere fahrende Schüler und [[typ:Teufelsbanner]] hätten sich bei Mannsgedenken dahin begeben, um zu graben, wären aber so seltsam empfangen und abgewiesen worden, daß es seithero niemand weiter gelüstet; besonders nach ihrer Eröffnung, daß der [[typ:Schatz]] keinem zu Theil werden könne, der nur ein einziges mal Weibermilch getrunken. Vor kurzer Zeit noch wäre ein [[typ:hirte|Mägdlein]] aus ihrem Dorf nebst etlichen [[typ:ziege|Geisen]] an den Ort zu weiden gewesen, und, als deren eine sich in das Gemäuer verlaufen, nachgefolgt.  
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-Da sey eine [[typ:Jungfrau]] inwendig im Hof gewesen und habe es angeredet: was es da zu schaffen? auch nach erhaltenem Bescheid, auf ein Körblein [[typ:kirsche|Kirschen]] weisend, weiter gesagt: „so gehe und nimm dort von dem, was du vor dir siehest, mit sammt deiner Gais, komm aber nicht wieder, noch sieh dich um, damit dir nichts Arges beschehe!“ Darauf habe das erschrockene Kind sieben Kirschen ertappet und sey in Angst aus der Mauer gekommen; die Kirschen seyen aber sogleich zu Geld geworden.  
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-//Quelle: Brüder Grimm, Deutsche Sagen, Band 1, S. 235 - 236, 1816// 
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-{{tag>sagen grimm deutschesagen1 soest westfalen 30jährigerkrieg schatz truhe geld jungfrau hirte ziege ruine kirsche fluch erlösung teufelsbanner}} 
sagen/der_soester_schatz.1616593616.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)