sagen:der_schwanritter
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| - | ====== Der Schwanritter ====== | ||
| - | Nach Conrads von Würzburg Gedicht | ||
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| - | Herzog Gottfried von [[region: | ||
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| - | Die Herzogin beschloß daher, bei dem König zu klagen; und als bald darauf Carl nach [[land: | ||
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| - | Carl und der ganze Hof verwunderten sich höchlich ob diesem seltsamen Ereigniß; jedermann vergaß der Klage der Frauen, und lief hinab dem Ufer zu. Unterdessen war der Ritter erwacht und stieg aus der Barke; wohl und herrlich empfing ihn der König, nahm ihn selbst zur Hand, und führte ihn gegen die Burg. Da sprach der junge Held zu dem Vogel: flieg deinen Weg wohl, lieber, [[typ: | ||
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| - | Die Herzogin von [[region: | ||
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| - | Hierauf wurde sich von beiden Seiten zum Streit gerüstet, und nach einem langen und hartnäckigen Gefecht war der Sieg endlich auf Seiten des Schwanritters. Der Herzog von Sachsen verlor sein Leben, und der Herzogin Erbe wurde wieder frei und ledig. Da neigten sie und die Tochter dem Helden, der sie erlöst hatte, und er nahm die ihm angetragene Hand der Jungfrau mit dem Beding an: daß sie nie und zu keiner Zeit fragen solle „woher er gekommen, und welches sein Geschlecht sey?“ denn außerdem müsse sie ihn verlieren. | ||
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| - | Der Herzog und die Herzogin zeugten zwei Kinder zusammen, die waren wohl gerathen; aber immer mehr fing es an, ihre Mutter zu drücken, daß sie gar nicht wußte, wer ihr Vater war; und endlich that sie an ihn die verbotene Frage. Der Ritter erschrak herzlich und sprach: nun hast du selbst unser Glück zerbrochen und mich am längsten gesehen. Die Herzogin bereute es aber zu spät, alle Leute fielen zu seinen Füßen und baten ihn zu bleiben. | ||
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| - | Der Held waffnete sich, und der [[typ: | ||
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| - | <note tip>Die Schwanenrittersage ist eine in mehreren Varianten überlieferte mittelalterliche Sage aus dem Raum der Burgundischen Niederlande. Sie erhielt unterschiedliche Ausformungen in der Literatur (so die Verserzählung „Der Schwanritter“ von Konrad von Würzburg) und diente einer Reihe von Herrscherhäusern am Niederrhein als genealogische Ursprungssage. Im Historismus des 19. Jahrhunderts lieferte sie Richard Wagner die Handlungsvorlage zum Musikdrama Lohengrin. | ||
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| - | //Quelle: Brüder Grimm, Deutsche Sagen, Band 2, S. 312-314, 1818// | ||
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