sagen:der_kluge_moench_von_kamenz
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| - | ====== Der kluge Mönch von Kamenz | + | ====== Der kluge Mönch von Kamenz ====== |
| - | Wie sich an vielen Orten in Sachsen, z. B. auf dem Sonnenstein, | + | |
| + | Wie sich an vielen Orten in Sachsen, z. B. auf dem Sonnenstein, | ||
| Viele halten ihn für den Erfinder des Schießpulvers Berthold Schwarz, dessen angeblicher Grabstein in der St. Annenkirche zu Kamenz eine Kanone ziert, und dessen Standbild an der Hausecke der Budissiner Gasse Nr. 91 angeblich zu sehen gewesen sein soll. Dies ist aber unmöglich, denn jene Grabstätte ist die eines Büchsenmeisters, | Viele halten ihn für den Erfinder des Schießpulvers Berthold Schwarz, dessen angeblicher Grabstein in der St. Annenkirche zu Kamenz eine Kanone ziert, und dessen Standbild an der Hausecke der Budissiner Gasse Nr. 91 angeblich zu sehen gewesen sein soll. Dies ist aber unmöglich, denn jene Grabstätte ist die eines Büchsenmeisters, | ||
| - | Daher muss jener [[typ: | + | Daher muss jener Mönch wohl der unruhige Geist eines der letzten Mönche des aufgehobenen Franziskanerklosters zu Kamenz, Matthäus Rudolph sein, der, nachdem er zu [[geo: |
| - | Man suchte ihn jedoch nur in der Not auf, denn es ging von ihm das Gerücht, er habe sich dem [[typ:teufel|Teufel]] verschrieben und dieser leiste ihm bei allen Heilungen getreuen Beistand. Am Sonnabend vor Lätare 1562 kehrte er aus [[region:boehmen|Böhmen]] von einem Krankenbesuch zurück; da erhob sich auf einmal bei ganz heiterem Himmel ein [[typ: | + | Man suchte ihn jedoch nur in der Not auf, denn es ging von ihm das Gerücht, er habe sich dem [[wesen:Teufel]] verschrieben und dieser leiste ihm bei allen Heilungen getreuen Beistand. Am Sonnabend vor Lätare 1562 kehrte er aus [[region: |
| - | Den Tag nach seinem Tode kamen aus Kamenz seine drei noch übrigen Ordensbrüder und holten seine Leiche in aller Stille auf einem Düngerwagen ab. Erst nach seinem Tode wagte man ihm den Prozess als [[typ:zauberer|Zauberer]] zu machen; seine Magd und ihr Sohn, die auf der [[typ: | + | Den Tag nach seinem Tode kamen aus Kamenz seine drei noch übrigen Ordensbrüder und holten seine Leiche in aller Stille auf einem Düngerwagen ab. Erst nach seinem Tode wagte man ihm den Prozess als [[wesen:Zauberer]] zu machen; seine Magd und ihr Sohn, die auf der Folter bekannt hatten, dass sie ihm beim Zaubern geholfen hätten, wurden 1564 hingerichtet. |
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