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sagen:der_kelch_mit_der_scharte

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-====== Der Kelch mit der Scharte ====== 
  
-    Cod. pal. 525. fol. 66b 
- 
-In den Zeiten, als [[vip:heinrichiihrr|Kaiser Heinrich der Zweite]] starb, war ein frommer [[typ:einsiedler|Einsiedel]], der hörte einen großen Rausch von [[typ:teufel|Teufeln]] in der Luft, und beschwor sie bei Gott; wo sie hinfahren wollten? Die bösen Geister sagten: „Zu Kaiser Heinrich.“ Da beschwor sie der gute Mann, daß sie ihm hinterbrächten, was sie geworben hätten?  
- 
-Die Teufel fuhren ihren Weg, aber der gute Mann betete zu Gott für des Kaisers Seele. Bald darauf kamen die [[typ:Teufel]] wieder gefahren zu dem Einsiedel, und sprachen: „als die Missethat des Kaisers seine Gutheit überwiegen sollte, und wir die Seele in unsre Gewalt nehmen wollten, da kam der gesegnete [[vip:laurentius|Laurentius]], und warf einen Kelch schnell in die [[typ:waage|Wage]], daß dem [[typ:Kelch]] eine Scherbe ausbrach, also verloren wir die Seele; denn derselbe Kelch machte die gute Schale schwerer.“  
- 
-Auf diese Bothschaft dankte der [[typ:einsiedler|Einsiedel]] Gott seiner Gnaden, und that sie kund den Domherren von [[geo:merseburg|Merseburg]]. Und sie funden den Kelch mit der Scharte, als man ihn noch heute kann schauen. Der Kaiser aber hatte ihn einst bei seinen Lebzeiten dem [[vip:laurentius|heil. Laurenz]] zu [[geo:merseburg|Merseburg]] aus Gutthat geweihet.  
- 
-//Quelle: Brüder Grimm, Deutsche Sagen, Band 2, S. 176, 1818// 
-{{tag>sagen grimm deutschesagen2 heinrichiihrr teufel einsiedler laurentius merseburg kelch waage}} 
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