sagen:der_kelch_mit_der_scharte
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| - | ====== Der Kelch mit der Scharte ====== | ||
| - | Cod. pal. 525. fol. 66b | ||
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| - | In den Zeiten, als [[vip: | ||
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| - | Die Teufel fuhren ihren Weg, aber der gute Mann betete zu Gott für des Kaisers Seele. Bald darauf kamen die Teufel wieder gefahren zu dem Einsiedel, und sprachen: „als die Missethat des Kaisers seine Gutheit überwiegen sollte, und wir die Seele in unsre Gewalt nehmen wollten, da kam der gesegnete Laurentius, und warf einen Kelch schnell in die Wage, daß dem Kelch eine Scherbe ausbrach, also verloren wir die Seele; denn derselbe Kelch machte die gute Schale schwerer.“ | ||
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| - | Auf diese Bothschaft dankte der Einsiedel Gott seiner Gnaden, und that sie kund den Domherren von Merseburg. Und sie funden den Kelch mit der Scharte, als man ihn noch heute kann schauen. Der Kaiser aber hatte ihn einst bei seinen Lebzeiten dem heil. Laurenz zu Merseburg aus Gutthat geweihet. | ||
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| - | //Quelle: Brüder Grimm, Deutsche Sagen, Band 2, S. 176, 1818// | ||
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sagen/der_kelch_mit_der_scharte.1591794013.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
