sagen:der_herrgottstritt
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| - | ====== Der Herrgottstritt ====== | ||
| - | Prätorius Weltbeschr. II. 599. | ||
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| - | Auf einem Felsen des Alb bei Heuberg, in einem anmuthigen, von der Rems durchflossenen Thal, liegen Trümmer der Burg Rosenstein, und unlängst sah man da Spur eines schonen menschlichen Fußes im Stein, den aber die Regierung mit Pulver hat versprengen lassen, weil Aberglauben damit getrieben wurde. | ||
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| - | Gegenüber auf dem Scheulberg stehet die ähnliche Spur eines Tritts landeinwärts, | ||
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| - | Vor grauer Zeit zeigte von diesem Berge herab der Versucher Christo die schöne Gegend und bot sie ihm an, wenn er vor ihm kniebeugen wollte. Alsbald befahl Christus der Herr ihm, zu entweichen und der Satan stürzte den Berg hinab. Allein er wurde verflucht, tausend Jahre in Ketten und Banden in der Teufelsklinge zu liegen und das trübe Wasser, das noch daraus strömt, sind seine teuflischen Thränen. Christus that aber einen mächtigen Schritt übers Gebirg und wo er seine Füße hingesetzt, drückten sich die Spuren ein. | ||
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| - | Später lang darauf bauten die Herrn von Rosenstein hier eine Burg und waren Raubritter, welche das Raubgut in der Scheuer bargen. Einmal gab ihnen der Teufel ein, daß sie die Waldcapelle stürmen möchten. Kaum aber waren sie mit dem Kirchengut heimgekehrt, | ||
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| - | //Quelle: Brüder Grimm, Deutsche Sagen, Band 1, S. 266 - 267, 1816// | ||
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sagen/der_herrgottstritt.1580403129.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
