sagen:der_helfenstein
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| - | ====== Der Helfenstein ====== | ||
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| - | Im Jahr 1614 war, viertelwegs davon, zu Maeschendorf, | ||
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| - | Da sie hingehen, ist der Felsen offen und eine Eisenthür aufgethan, daran ein Schloß mit vielen Schlüsseln hängt. Aus Neugierde treten sie näher und endlich hinein. Es ist ein ziemlich weites Vorgemach, aber hinten wieder eine Thür. Sie gehen durch, in dem zweiten Gemach liegt allerhand Hausrath, besonders ein groß zehneimerig Faß Wein, davon waren die meisten Tauben abgefallen, allein es hatte sich eine Fingersdicke Haut angesetzt, so daß der Wein nicht herauslaufen konnte. Als sie es alle vier mit Händen angriffen, schlotterte es und gab nach, wie ein Ei mit weichen Schalen. Indem sie nun solches betrachten, kommt ein wohlgeputzter Herr aus einer schönen Stube, rothen Federbusch auf dem Hut, in der Hand eine große zinnerne Kanne, Wein zu holen. | ||
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| - | Beim Thür-Aufmachen hatten sie gesehen, daß es in der Stube lustig hergehet, an zwei Tischen schöne Manns- und Weibsbilder, | ||
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| - | Nach einer Stunde sagt die Älteste wieder: „laßt uns noch einmal hin und sehen, was das gewesen ist, das so gekracht hat.“ Die andern wollten nicht, da aber die Große so kühn war, allein hinzugehen, folgten die andern nach. Sie sehen aber weder Eingang noch eiserne Thür, der Fels war fest zu. Wie sie das Vieh eingetrieben, | ||
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| - | //Quelle: Brüder Grimm, Deutsche Sagen, Band 1, S. 164–166, 1816// | ||
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sagen/der_helfenstein.1591791653.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
